„Alle fühlen sich in Tettnang gut aufgehoben“

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Heike Weiblen ist Teil des Organisationsteams des Reit- und Fahrvereins Tettnang.
Heike Weiblen ist Teil des Organisationsteams des Reit- und Fahrvereins Tettnang. (Foto: Klaus Eichler)
Schwäbische Zeitung

Das 51. Tettnanger Springreitturnier ist schon wieder vorbei. Veranstaltet wurde das Event im Naturstadion Gut Moos in Tettnang wie immer vom Reit- und Fahrverein Tettnang. Reiter aus Deutschland, Österreich und der Schweiz kamen zu dem Turnier, das auch in diesem Jahr von den Organisatoren um Heike Weiblen und Jasmin Pawlowski auf die Beine gestellt wurde. Die Zuschauerränge auf der Anlage waren an allen drei Tagen gut besucht. Klaus Eichler sprach mit Heike Weiblen.

Frau Weiblen. Drei Tage hochklassiger Reitsport im Naturstadion Gut Moos liegen hinter ihnen. Der Reit- und Fahrverein mit seinen zahlreichen Helfern hat diese Veranstaltung seit Monaten geplant. Wie sieht ihre Bilanz nach diesem Wochenende aus?

Es war wieder ein sehr erfolgreiches Wochenende und wir hatten vor allem keine Unfälle zu verzeichnen. Das Wetter spielte wieder sehr gut mit. Zu Beginn am Freitag waren die Bodenverhältnisse nach dem Regen am Morgen ideal, wir mussten daher zu Beginn weiniger Wasser einbringen. Samstag und Sonntag war es nicht zu heiß. Die Resonanz von Reiterinnen und Reiter ist nach wie vor sehr gut. Unser Turnier wird weiterhin gut angenommen. Die Prüfungen waren bestens besetzt, alle die sich angemeldet haben, sind auch gekommen.

258 Reiter auf 475 Pferde sprangen an den drei Tagen über die Hürden. 804 Starts haben die Zuschauer gesehen. Im vergangenen Jahr waren es „nur“ 380 Pferde. Die Teilnehmerzahlen gehen also wieder nach oben. Warum kommen die Reitsportler so gerne nach Tettnang?

Viele Reiter sind seit Jahren Stammgäste beim Reitturnier in Gut Moos, bleiben uns treu. Wir haben hier sehr gute Bedingungen. Es ist ein Turnier, das von Reitern für Reiter organisiert wird. Die Bewirtung ist natürlich ein weiteres großes Plus. Die ganze Saison über bekommen wir nur positive Rückmeldungen. Ein weiterer Pluspunkt ist der persönliche Kontakt zwischen Reiter und Veranstalter. Alle fühlen sich in Tettnang gut aufgehoben. Das zweite August-Wochenende ist bei vielen Reitern eine feste Größe im Terminplan. In diesem Jahr hatten wir Glück, das kein größeres Turnier zeitgleich in unserer Nähe stattfand.

Dazu trägt die idyllische Location mit dem Naturstadion Gut Moos sicher mit bei. Das Reitstadion auf einer alten Kiesgrube errichtet sucht wohl seinesgleichen. In den vergangenen Jahren war die Parksituation für Zuschauer und Reiter eher etwas Chaotisch. Was haben sie in diesem Jahr anders gemacht?

Es ist in der Tat nicht immer einfach. Hier erst mal ein Dank an die Stadt Tettnang, die uns für dieses Wochenende den Parkplatz am Friedhof zur Verfügung stellt. Ralf Oßwald, der leider krank ist, hat uns vor dem Reitstadion eine große Wiese zur Verfügung gestellt, die beim Parken der PKW für ordentliche Entspannung sorgte. Daneben haben wir noch eine große Wiese, für die, die mit Anhänger anreisen. Diese Wiese stellt uns ein Nachbar von Ralf Oßwald immer zur Verfügung. Dank dem Wetter sind diese beiden Parkplätze in diesem Jahr gut zu befahren.

Wie zufrieden waren sie mit dem Zuschauerzuspruch und wie viele Monate Planung liegen hinter dem Reit- und Fahrverein?

Freitagabend war sehr gut besucht, mehr als sonst. Der Samstag war wie immer und der Sonntag ist sowieso immer gut besucht. Wir haben viele treue Besucher, die nicht unbedingt mit Reiten etwas zu tun haben. Nach dem Turnier ist wie immer vor dem Turnier. Nächste Woche geht es gleich wieder los. Wir müssen frühzeitig die Richter für’s nächste Jahr anfragen. Um Gut Moos in eine Reitarena zu verwandeln brauchen wir in aller Regel 14 Tage. Die Planung nimmt sechs bis neun Monate in Anspruch. Sponsorensuche ist natürlich auch ein großer Punkt, ohne Sponsoren wäre dieses Reitturnier nicht durchführbar.

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