Akrobaten der Lüfte

Liebevolle getonte Vögel wurden im Wald platziert und nach der Besichtigung durften alle Kinder diese mit nach Hause nehmen.
Liebevolle getonte Vögel wurden im Wald platziert und nach der Besichtigung durften alle Kinder diese mit nach Hause nehmen. (Foto: Stadt Tettnang)
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„Der Wanderfalke kann in der Luft stehen bleiben, das ist der Rüttelflug!“ weiß die 3-jährige Linda stolz zu berichten. „Ja und er wird auch der Gebhard der Lüfte genannt, weil er im Sturzflug über 300 Stundenkilometer erreicht.“ Ergänzt der 6 jährige Sam.

Die Kinder haben den Gesang der Vögel im Wald belauscht, Gewölle - sogenannte Speiballen - gefunden und unter dem Mikroskop genau untersucht. Auf unseren Beobachtungsausflüge durch den Wald wurden zarte Eierschalen in verschiedenen Farben und Größen gefunden, sowie leere Vogelnester. Die Fragen der Kinder waren gleich, wer ist wohl aus diesem Ei geschlüpft oder wer hat in diesem Nest gewohnt. Die Erzieherinnen des Waldkindergartens haben das Interesse aufgegriffen und daraus entstand ein Spannendes Vogelprojekt.

Neben Forschen und Erkunden wurde gesungen, gebastelt, gefilzt und gespielt, alles rund um das Thema „Vögel“. Zur Vernetzung mit dem Elternhaus und zur Stärkung des Gefühls der Selbstwirksamkeit bekamen die Kinder kleine Hausaufgaben.

Jeweils zwei Kinder sollten zu Hause Informationen, Bildmaterial, Geschichten zu einem bestimmten Vogel sammeln und dann mit in den Wald bringen. Aus diesen Materialien entstanden in Kleingruppen sehr informative schöne Plakate. Es wurde gemessen, gewogen, gezeichnet, geschnitten und geklebt. Im Abschlusskreis durften die Kinder dann ihr Plakat der ganzen Gruppe vorstellen.

Mut, Merkfähigkeit und höchste Konzentration haben die Kinder da bewiesen. Zu Recht waren sie darauf sehr stolz! „Wenn man sich über einen langen Zeitraum mit etwas so schönen wie den Vögeln beschäftigt, wird jedes Kind sehr aufmerksam und offener für diese Naturwunder.“ wissen die Erzieherinnen zu berichten. Schon am Morgen konnten die ersten Waldkinder die lustigen Kohlmeisen beobachten, welche die Windschutzscheibe der parkenden Autos als Rutschbahn benutzte.

„Kuckt, da fliegt der Rotmilan,“ an diesen aufgeregten Ausruf des 4 Jährigen Jonas haben sich alle gewöhnt und beobachten zusammen gebannt den eleganten Flugkünstler und Segler auf dem Weg in den Wald. Dass die Amsel keine Sonnenbrille braucht, weil sie bei starker Hitze ihre Nickhaut schützend über die Augen zieht - erklärt uns das Vorschulkind Enya strahlend.

In der vergangenen Woche haben wir alle Plakate im Wald aufgehängt, so dass auch die Eltern diese anschauen konnten und die Kinder über die einzelnen Vogelarten berichten konnten.

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