70 Jahre Montfortfest - da gehört Wetterglück einfach dazu

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Musik in all ihrer Vielfalt bereichert den Festumzug, hier in Szene gesetzt hoch auf dem Wagen der Musikschule.
Musik in all ihrer Vielfalt bereichert den Festumzug, hier in Szene gesetzt hoch auf dem Wagen der Musikschule. (Foto: oej)
Olaf E. Jahnke

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Manche hätte wohl ein bisschen kühlere Temperaturen bevorzugt, beim Montfortumzug am Sonntag. Der Gesamtstimmung hat das aber keinen Abbruch getan, doch trotz manchmal erfrischender Brise waren Schattenplätze gefragt. Und wie einer der Teilnehmer sagte: „S’isch au scho wegga Raega ausgfalle.“ Nach Gottesdienst und Vorspielen durch die Stadtkapelle gab es auf der Festwiese und ums Schloss den ganzen Tag weiter Aktionen, Bewirtung und musikalische Unterhaltung, samt Speisen und Getränken.

Das Hauptereignis, der Festumzug, war unter der sommerlichen Sonne dann eine Herausforderung für alle Beteiligten. Von den Veranstaltern war zu erfahren: „Die Umzugsteilnehmer, Mensch und Tier, sind ausreichend mit Wasser versorgt.“ Einige Zuschauer sind wegen der Temperaturen oder verschiedener Parallelereignisse vielleicht auch ferngeblieben, wie sich an manchen Straßenrändern zeigte. Trotz schwerer Uniformen war die Stimmung bei den den Umzug mit einem Anschießen eröffnenden Bürgerwehrlern samt Spielmannszug und Musikverein aus Laimnau bestens.

Traditionsgemäß ging’s durchweg bunt, fröhlich, historisch und ausgelassen zu. Besonders munter war das Treiben auf dem Rathausplatz. Auf der mit Ehrengästen besetzten Tribüne befanden sich der Sozialminister des Landes, Manne Lucha, als auch der Bundestagsabgeordnete Lothar Riebsamen sowie zahlreiche andere Honoratioren. Hier wurde moderiert, wie auch auf dem Bärenplatz und bei der Bibliothek. Schließlich sorgten mehr als 110 Gruppen für Einblicke in die Geschichte, historische Persönlichkeiten, Bräuche, Handwerk und Handel.

Untergliedert war der Umzug in „Aus der Welt des Kindes“, „Unser täglich Brot /Landleben“, „Tettnanger Zünfte“, „Aus Tettnangs Geschichte“ und „Die Montforter Burgen und Schlösser“. Für Abwechslung sorgten immer wieder die Traditionsgefährte und -kutschen, die Reiterei und prächtig geschmückte Wagen sowie zahlreiche Kapellen. Die Schulen, Kindergärten, Vereine und Gruppen aus Tettnang und Umgebung haben auch bei diesem Montfortfest wieder einmal gezeigt, was die Gegend Besonderes bietet. Außerdem wird bei solchen Gelegenheiten Tradition und Geschichte mit der Jugend aktuell erlebt und so mit Spaß dabei eine einmalige Verbindung geschaffen, die oft über Generationen hält.

Weiter ging es beim Stimmungsnachmittag mit dem Musikverein Laimnau und der Aktionswiese im unteren Schlosspark.

BLICK:

Wer es sommerlich warm mag, der war am Samstag gerade richtig auf der Aktionswiese im unteren Schlosspark. Da wurden eine Vielzahl von Aktionen angeboten wie zum Beispiel Kunstwerke an der Farbzaubermaschine fertigen, Mikado mit großen Stäben spielen, Hufeisen und farbige Ringe werfen und vieles mehr.

Im Schlossinnenhof führte die Musikschule das Kindertheater Zauberflöte auf. Unter der Leitung von Theresia Weber musizierte das Ensemble Stringendo & Friends begleitet von Jutta Klawuhn, die es meisterhaft verstand, die Geschichte der Zauberflöte in farbig formuliertem Text zu präsentieren und die Fantasie anzuregen.

Einen traumhaft milden Sommerabend erlebten die vielen Besucher auf der Festwiese und wer hoch hinaus wollte konnte das Kettenkarussell im Vergnügungspark benutzen. Zum Höhepunkt des Abends erleuchtete dann das Schlossfeuerwerk den Nachthimmel über der Festwiese und mit flotter Musik der Kauboyz fand der Montfortfest-Samstag seinen runden Abschluss – das Montfortfest im Wetterglück. (hne)

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