24-Stunden-Übung fordert 25 Jungfeuerwehrler

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 Wie es ist, 24 Stunden im Einsatz zu sein – das erleben 25 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Tettnang.
Wie es ist, 24 Stunden im Einsatz zu sein – das erleben 25 Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Tettnang. (Foto: Feuerwehr)
Philipp Egger

Für 24 Stunden in der Feuerwache wohnen und Einsätze abarbeiten. Was für die Männer und Frauen in Berufsfeuerwehren Alltag ist, durften auch die Jungen und Mädchen der Jugendfeuerwehr Tettnang selbst erfahren. Während des Berufsfeuerwehrtags am vergangenen Wochenende wurde die Feuerwache in Tettnang ihr neuer Wohnort.

Statt auf reale Einsätze zu reagieren, mussten sich die Jugendlichen aufwändig inszenierten Übungen stellen. Im gesamten Gemeindegebiet wurden von aktiven Kameraden der Feuerwehr insgesamt sieben Einsatzübungen vorbereitet. Diese erstreckten sich von vollgelaufenen Kellern und Täuschungsalarmen durch Brandmeldeanlagen bis hin zu Verkehrsunfällen mit mehreren Verletzten und Bränden mit vermissten Personen.

Jugendrotkreuz ist eingebunden

Um die Herausforderungen, wie eine Wasserversorgung über weite Strecken oder das Auffinden von Personen in verrauchten Gebäuden zu meistern, rückten die Jugendlichen mit bis zu fünf Fahrzeugen zu den Einsätzen aus.

 Nur zusammen klappt’s – das ist sicher eine der wichtigsten Erkenntnisse des 24-Stunden-Einsatzes.
Nur zusammen klappt’s – das ist sicher eine der wichtigsten Erkenntnisse des 24-Stunden-Einsatzes. (Foto: Feuerwehr)

Zur Versorgung der Verletzten bei diesen Übungen und der medizinischen Überwachung der Einsatzkräfte, war auch das Jugendrotkreuz aus Tettnang eingebunden. Ganz nach dem realen Vorbild erfolgte auch im Rahmen der 24-Stunden- Übung eine enge Zusammenarbeit der beiden Hilfsorganisationen.

So wurde das Gerätehaus in der Wangener Straße zur Feuer- und Rettungswache umfunktioniert und diente als gemeinschaftliche Basis – dies sowohl für einzelne als auch gemeinsame Übungen der insgesamt 25 Jugendlichen.

In einer Berufsfeuerwehr zu arbeiten, das bedeutet jedoch weit mehr, als nur zu vielen aufregenden Einsätzen alarmiert zu werden. So galt es ebenso, auch das Zusammenleben in der Feuerwache zu meistern – oder auch früh morgens von einem Einsatz aus dem Schlaf gerissen zu werden. Darüber hinaus wurden Ausbildungsblöcke zur Brandbekämpfung und zur patientenschonenden Rettung aus Fahrzeugen durchgeführt.

Zum Ende der 24-Stunden-Übung erfolgte eine „Wachübergabe“ an die Jugendfeuerwehr Kehlen und die THW-Jugend aus Friedrichshafen, welche ihrerseits für die folgenden 24 Stunden ihre Wache besetzten.

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