12. Weihnachtsbaum-Aktion in Tettnang

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 Bereiten die Weihnachtsbaum-Aktion für dieses Jahr vor (von links): Hermann Bär, Sabine Pfeifer, Katrin Stehle und Urs Bär.
Bereiten die Weihnachtsbaum-Aktion für dieses Jahr vor (von links): Hermann Bär, Sabine Pfeifer, Katrin Stehle und Urs Bär. (Foto: Selina Erath)
Selina Erath

Kindern aus sozial schwächeren Verhältnissen eine Weihnachtsfreude machen: das ermöglicht die 13. Weihnachtsbaum-Aktion im Bodenseekreis des Club Soroptimist International Friedrichshafen. Tettnang ist dieses Jahr zum zwölften Mal dabei. Die Aktion läuft vom Samstag, 23. November, bis Montag, 9. Dezember. Es handelt sich um Wünsche mit einem maximalen Wert von 25 Euro. Darunter sind beispielsweise Motorikwürfel, Handschuhe, ein Fußball oder auch Geschenkgutscheine für diverse Läden.

Laut aktueller Aussage des Deutschen Kinderschutzbundes sei jedes dritte Kind in Deutschland von Armut betroffen. Um diesen Kindern dennoch ein „Wunsch-Geschenk“ unter dem Weihnachtsbaum zu ermöglichen, organisiert der Club Soroptimist Friedrichshafen seit über zehn Jahren gemeinsam mit den Mitarbeitern des Jugendamtes die Weihnachtsbaum-Aktion. Die Soroptimisten sind ein weltweites Netzwerk berufstätiger Frauen, die sich gesellschaftlich engagieren. „Vor 13 Jahren sind wir ans Jugendamt herangetreten mit dem Wunsch, etwas für die sozial schwächeren Familien der Region zu tun“, erklärt Katrin Stehle von den Soroptimisten.

Sabine Pfeifer vom Jugendamt und ihre Mitarbeiter haben selbst viel mit diesen Familien zu tun und können dadurch jedes Jahr die Weihnachtswünsche der Kinder ermitteln. Diese werden dann anonymisiert und an verschiedenen Standorten als Geschenkanhänger von Weihnachtsbäumen oder Adventskränzen aufgehängt. Um den Kindern einen Wunsch zu erfüllen, kann man einfach einen Wunschzettel vom Baum nehmen, das Geschenk besorgen, verpacken und samt Geschenkanhänger bis zum 9. Dezember wieder an den Standort zurückbringen. Die Tettnanger Bären-Apotheke ist dieses Jahr zum 12. Mal ein Standort der jährlichen Aktion. „Das machen wir gern“, sagt Hermann Bär, der Inhaber der Apotheke.

„Früher haben sich die Kinder oft Mützen oder Schals gewünscht“, sagt Sabine Pfeifer. Inzwischen würden sich die Kinder jedoch vermehrt Spielzeuge wünschen, da auch das Jugendamt die Eltern gebeten hat, Mützen selbst zu kaufen und damit die Kinder an Weihnachten mit Spielzeugen zu beglücken. „Besser es fehlen Spielzeuge, als Mützen“, sagt Urs Bär. Teenager würden sich oft Gutscheine wünschen, um „dazu zu gehören“ und mit Freunden shoppen gehen zu können, sagt Katrin Stehle. Die Soroptimisten besorgen durch Spendengelder die restlichen Geschenke. Bisher sind über die Jahre insgesamt rund 4700 Geschenke von engagierten Bürgern für Kinder in der Region besorgt worden. Der Familientreff und die Soroptimisten haben viele Dankesbriefe und Dankesbilder erhalten.

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