Schlosssee bleibt Thema Nummer eins

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Am Samstagabend haben sich die Mitglieder des Fischervereins Salem zu ihrer Hauptversammlung getroffen. Der dickste Fisch für die Fischer vom Schlosssee war 2010 die Baumaßnahme am Salemer Schlosssee.

„Eines sei mal klargestellt: Wir sind nicht gegen die Revitalisierung“, ließ der Vorsitzende Bernd Klein verlauten. Vor allem das Ausbaggern des Badebereichs bereitet den Anglern Kopfschmerzen. Nicht dass jemand etwas dagegen hätte, durch diese Maßnahme die Badequalität zu erhöhen. Jedoch was mit dem Aushub geschehen soll, ist in den Augen des Vereins kritisch zu betrachten. Dieser sei nämlich an tieferen Stellen wieder in den See eingebracht worden. Auch der Rundweg zerstöre durch seine geplanten Ausmaße viel von der schützenswerten Natur rund um den See.

Im September hätten die Mitglieder dann endlich den genauen Plan über das Bauvorhaben erhalten. Von Seiten der Verantwortlichen habe es geheißen, so wird gebaut, so Klein auf der Hauptversammlung. Allerdings habe es kurz darauf schon wieder Änderungen gegeben. Auf der Mimmenhausener Seite sei der Weg so nicht umsetzbar gewesen. „Der Weg sei zu steil für Kinderwägen, die kämen dort nicht hoch“, zitierte der Vorsitzende den Grund, der ihm genannt worden sei. Auch die Baggerarbeiten, die nicht wie geplant Mitte November, sondern erst am 9. Dezember gestoppt hätten, sorgten bei den Fischern für Empörung. „Die Fische brauchen in den Wintermonaten Ruhe“, zeigt sich Klein besorgt über die „massenhafte Tierquälerei“.

Vor allem das Verhalten des Bürgermeisters Manfred Härle ist für Bernd Klein unerklärlich. Auf dem Neujahresempfang sei er ihm gegenüber sehr persönlich geworden. Grund dafür sei ein Kommentar gewesen, der nicht der Meinung des Bürgermeisters entsprochen habe. Laut Klein habe er den Kommentar, der nicht aus der Feder des Vorsitzenden stamme und auch nicht in seinem Auftrag geschrieben worden sei, als „grenzwertig und diffamierend“ und „inhaltslos und ohne Substanz“ bezeichnet. „Und das mit einem Bild von mir im Hintergrund an die Wand projiziert“, ärgert sich Bernd Klein über das Verhalten. Er geht davon aus, dass auch das Jahr 2011 unter dem Zeichen der Baumaßnahmen stehen wird.

Aber auch die sich immer weiter vermehrenden Kormorane sorgten im vergangenen Jahr für Gesprächsstoff. Diese Vögel fressen immer mehr der in dem See lebenden Fische. Intern hat es eine neue Regelung für die Ableistung von Arbeitsstunden geben. „Die Alten müssen arbeiten, während die Jugend angeln“, sagte der Vereinsvorsitzende. Nach der Neuregelung müssen Jugendliche ab einem Alter von zehn Jahren, fünf Arbeitsstunden leisten, Ab 16 Jahren sind es zehn Stunden die das Vereinsleben unterstützen sollen.

Die Wahlen sorgten für einige Veränderungen in der Vorstandschaft. Bernd Klein bleibt zwar weiterhin der erste Vorsitzende, seine Vertretung übernimmt ab jetzt Ralf Winter den die Anwesenden mit 36 Stimmen zum zweiten Vorstand wählten. Ahmet

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