„Ohne Musikproben geht es nicht“

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 Der neu gewählte Vorstand des Musikvereins. Im laufenden Jahr wünscht sich Dirigent Attila Buzinszki mehr Probenbeteiligung.
Der neu gewählte Vorstand des Musikvereins. Im laufenden Jahr wünscht sich Dirigent Attila Buzinszki mehr Probenbeteiligung. (Foto: CLP)
Schwäbische Zeitung
Claudia Paul

Der Musikverein Mimmenhausen setzt auf die Nachwuchsarbeit. Das wurde bei der diesjährigen Generalversammlung deutlich. „Der Fokus liegt auf dem Nachwuchs, was wir mit der Bläserklasse gut vorangetrieben haben“, sagte Marc Klein, seit zwei Jahren der Vorsitzende.

Im vergangenen Jahr habe man zwar vier Abgänge verzeichnen müssen, letztendlich aber fünf neue Musiker dazugewonnen, sodass die Stammkapelle aus 37 Mitgliedern bestehe. Das Durchschnittsalter des Vereins liege bei 31 Jahren. Frustriert zeigte sich der Vorsitzende ob der mangelnden Mitarbeit der Musiker. „Ohne Musikproben geht es nicht“, kritisierte Klein. Er sehe eine zunehmende Lustlosigkeit, die mit einer mangelnden Bereitschaft einhergehe, Verantwortung zu übernehmen oder gar eine feste Bindung einzugehen. Als Beispiel nannte Klein unter anderem die vakante Stelle des Schriftführers, dessen Posten 2014 nicht besetzt werden konnte. Gleichzeitig gab Klein bekannt, dass er sich nochmals zur Wahl stellen werde, sein Amt 2016 aber aus beruflichen Gründen zur Verfügung stellen würde.

Es gibt wieder ein Infoblatt

„Wir werden dieses Jahr wieder ein Infoblatt herausgeben“, sagte Klein. Wie im vergangenen Jahr wolle sich der Verein damit in der Gemeinde bekannt machen, vereinseigene Projekte vorstellen und Werbung in eigener Sache machen. Das umgestaltete Konzept beim Jahreskonzert, unter anderem mit weniger Pausen, sei gut beim Publikum angekommen und werde beibehalten. Im laufenden Jahr wolle der Musikverein seinen Maihock abhalten, ein Muttertagskonzert mit dem Männergesangverein Neufrach veranstalten und einen Feierabendhock in Grasbeuren und in Mimmenhausen organisieren. Sabrina Klein berichtete über die Arbeit in der Jugendkapelle, der 24 Kinder und Jugendliche angehörten. „Die Jugendkapellen Neufrach und Mimmenhausen haben ein Konzert in Lippertsreute und Wespach gegeben“, sagte Klein. Bei den Ferienspielen habe man mit den Kindern Musikinstrumente gebaut, auch sonst habe man einige Freizeitaktivitäten mit der Jugendkapelle unternommen.

Leichte Manöverkritik

Leichte Manöverkritik gab es von Dirigent Attila Buzinszki, der sein Amt vor 14 Monaten angetreten hat. „Unsere Arbeit ist viel effektiver, wenn alle Musiker bei den Proben da sind“, stellte Buzinszki klar. Bei der ersten Probe im neuen Jahr seien 29 Musiker erschienen. „Ich war überrascht, das wünsche ich mir für die Zukunft wieder“, spornte der Musikus seine Schäfchen an. Für einen Dirigenten sei es interessant, eine junge Kapelle zu haben. „Ich arbeite gerne mit Euch“, sagte der Dirigent.

Glück habe der Musikverein mit seinem rührigen Vorstand, der sehr viel Einsatz zeige. „Im vergangenen Jahr tauschten wir 200 Mails aus“, sagte der Dirigent. Und immer sei es nur um die Vereinssache gegangen. „Die neue Stückauswahl kostet mehr Mühe und Fleiß“, so der Ausblick des Dirigenten auf die kommenden Monate. Man wolle neue Wege gehen, die traditionelle Blasmusik werde aber weiterhin einen wichtigen Platz einnehmen. Über ein leichtes Minus im laufenden Vereinsjahr berichtete Lukas Zeller, der sein Amt als Kassier zur Verfügung stellte. Zu seinem Nachfolger wurde Tobias Mink gewählt. Vorsitzender bleibt Marc Klein, zur neuen Schriftführerin wurde Sabrina Klein gewählt. Jugendleiterin wurde Petra Keller, als zweiter Vertreter der aktiven Musiker wurde Stefan Quarleiter gewählt, als zweiter Vertreter der Passiven Stefan Goller. Neue Kassenprüfer wurden Lukas Zeller und Berthold Fitz.

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