Nächster Punkt Richtung Klassenerhalt

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 Peilt mit dem TSV Mimmenhausen in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd die 30-Punkte-Marke für den Klassenverbleib an: Spielercoach
Peilt mit dem TSV Mimmenhausen in der 2. Volleyball-Bundesliga Süd die 30-Punkte-Marke für den Klassenverbleib an: Spielercoach Christian Pampel (rechts). (Foto: Archiv: Günter Kram)
Schwäbische Zeitung

Auch im vierten von fünf Spielen der 2. Volleyball-Bundesliga Süd im neuen Jahr hat der TSV Mimmenhausen über die volle Distanz gehen müssen. Nachdem der Aufsteiger in der Hinrunde noch alle fünf Fünf-Satz-Partien für sich entscheiden konnte, waren die Südbadener am Samstag beim SSC Karlsruhe – und damit zum dritten Mal im Jahr 2019 – beim 2:3 (16:25, 21:25, 25:23, 25:23, 13:15) nur zweiter Sieger.

Allerdings punktete der TSV, trotz der knappen Niederlage, laut Spielbericht zum fünften Mal in Folge. So sah es auch TSV-Coach Christian Pampel: „Natürlich ist es schade, dass wir das Spiel nicht doch noch komplett wenden konnten. Aber letztlich ist der Punktgewinn nach dem schwachen Start doch auch als kleiner Erfolg zu werten.“

Den Auftakt in die Partie gegen Karlsruhe verschlief sein Team vollkommen. Fahrlässige Angriffsfehler paarten sich mit guten Block- und Abwehraktionen der von Beginn an hellwachen Karlsruher. Und auch das Prunkstück des TSV Mimmenhausen – die eigene Abwehr – war nicht existent. Die Folge: Erst beim Spielstand von 4:10 schafften es die Gäste erstmals einen Ball direkt im Feld des SSC Karlsruhe unterzubringen. Folgerichtig war der erste Durchgang nach gerade einmal 18 Minuten Spieldauer zugunsten der Gastgeber beendet.

Im zweiten Satz fanden die Gäste langsam in den Rhythmus. Erste Breaks gelangen, in der Folge stabilisierte sich Schritt für Schritt das Angriffsspiel. Nach wie vor war dem Pampel-Team jedoch immer wieder eine gewisse Lethargie anzumerken, weshalb der SSC den anfänglichen Rückstand zur ersten technischen Auszeit (7:8) drehte und danach das Heft in die Hand nahm. Pampel sah sich gezwungen zu handeln und wechselte auf mehreren Positionen. Die nordbadischen Gastgeber zeigten sich hiervon jedoch zunächst unbeeindruckt. Konsequent behaupteten die Nordbadener einen recht konstanten Drei- bis Vierpunktevorsprung und gingen mit einer 2:0 Satzführung in die zehnminütige Pause. „Die kam uns dieses Mal tatsächlich gelegen“, sagte Christian Pampel rückblickend.

Nun entwickelte sich ein echter Schlagabtausch auf Augenhöhe. Sowohl im dritten als auch im vierten Durchgang konnte sich zu keiner Zeit ein Team entscheidend absetzen. Den kleinen aber feinen Unterschied zugunsten des TSV Mimmenhausen in der Entscheidungsphase beider Sätze machte der TSV-Zuspieler und späterer MVP Lukas Diwersy mit reaktionsschnellen Abwehraktionen und intelligentem Einsatz seiner Angreifer aus. Durch zwei knappe Satzgewinne glich Mimmenhausen also doch noch aus.

Erneut ging es also in den beinahe obligatorischen Tiebreak für den TSV. Und wieder sicherte sich das Pampel-Team somit vorzeitig einen weiteren wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt – für mehr reichte es an diesem Abend jedoch nicht. „Vermeidbare Fehler in wichtigen Momenten und eventuell ein bis zwei Aufschlagfehler zu viel“, so Pampel, gaben letztlich den Ausschlag zugunsten der Gastgeber. Eines fiel trotzdem auf: Dass Mimmenhausen trotz alledem noch die Chance zum 14:14-Ausgleich im fünften Satz hatte, lag erneut am unbändigen Kampfgeist des TSV.

„Beide Teams hatten unter der Woche eine schwierige Trainingssituation mit einigen krankheitsbedingten Ausfällen. Karlsruhe hat dies aber etwas besser wegstecken können“, stellte der TSV-Spielercoach nach der Partie fest.

Für das nächste Spiel daheim gegen den in diesem Jahr noch ungeschlagenen Titelaspiranten und Tabellenzweiten Heitec Volleys Eltmann am kommenden Sonntag, 17. Februar, stimmt Pampel dabei aber der gezeigte Wille positiv.

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