Lucas ist auf einem guten Weg

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Kleiner Mann, großer Kämpfer: Lucas Tylla.
Kleiner Mann, großer Kämpfer: Lucas Tylla.

Knapp sechs Wochen sind vergangenen, seit dem leukämiekranken Lucas Tylla aus Mimmenhausen Stammzellen seines Vaters Christof transplantiert worden sind. Um eine Prognose zu wagen, ist es zwar immer noch zu früh, doch die ersten Anzeichen stimmen Ärzte und Familie optimistisch. „Lucas geht es gut“, ließ Mutter Ulrike Tylla am Dienstag bei einem Pressegespräch im Salemer Rathaus über Dr. Martina Wanner von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ausrichten.

Nach der Transplantation seien einige Wochen vergangen, bis Lucas Körper damit begonnen habe, auf Basis der Stammzellen seines Vaters eigene Zellen zu produzieren. „Wir konnten es erst gar nicht glauben. Nach heftigen Nebenwirkungen der Chemotherapie war das wieder ein neuer Lichtblick für uns“, so Ulrike Tylla. „Lucas ist für uns ein echter Kämpfer.“ Lucas‘ Alltag ist indes noch immer stark eingeschränkt. Sein steriles Glashäuschen in der Klinik in Ulm darf er seit gut einer Woche zumindest für drei Stunden am Tag verlassen. Draußen, an der frischen Luft, ist aber nach wie vor Vorsicht geboten. Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 20 ist Pflicht. Nicht wegen der Gefahr eines Sonnenbrandes, sondern weil Lucas ansonsten Pusteln und weiße Flecken bekäme – eine Gegenreaktion auf die Übertragung der Stammzellen, die durch die Sonne ausgelöst werden kann. Da noch immer eine hohe Infektionsgefahr besteht, kann Lucas nur dort spazieren gehen, wo sich kaum Menschen befinden. Trotz dieser Einschränkungen freut sich der Knirps jedes Mal, wenn er raus darf. „Es ist zwar immer schwierig für ihn, in seinen Glaskasten zurück zu gehen, aber er versteht es“, sagt Manuela Kaczmarek, seine Tante. Die Zeit drinnen verbringt Lucas vor allem mit Spielen und Malen. Ab und zu darf er mit seiner Mama auch eine DVD anschauen. „Insgesamt können wir momentan sehr zufrieden sein“, sagt Manuela Kaczmarek.

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