Flotte Töne beim Jahreskonzert

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Dirigent Attila Buzinszki geht bei seinem Solo wortwörtlich ungewöhnliche Wege.
Dirigent Attila Buzinszki geht bei seinem Solo wortwörtlich ungewöhnliche Wege. (Foto: Andrée Störk)
Schwäbische Zeitung
Andrée Störk

Zu einem musikalischen Adventsabend hat der Musikverein Mimmenhausen am Samstag eingeladen. Im sehr gut besuchten Dorfgemeinschaftshaus haben die Musiker unter der Leitung von Attila Buzinszki ein etwas ungewöhnliches Adventskonzert präsentiert. Die Musikauswahl war sehr abwechslungsreich und zum Teil auch richtig fetzig. Dabei ist der Stildurchaus anspruchsvoll und angenehm gewesen.

Marc Klein, Vorsitzender des Vereins, begrüßte die Gäste. „Seit Ende der Sommerferien haben wir uns auf dieses Konzert vorbereitet“, sagte er. Diese Zeit hat sich gelohnt, und die Musiker durften am Ende nicht ohne zwei Zugaben die Bühne verlassen.

Die Eröffnung des Konzerts hat die Jugendkapelle, die sich aus dem Musikernachwuchs von Neufrach und Mimmenhausen zusammensetzt, übernommen. Dirigentin Petra Keller hat mit ihren Jungmusikern drei Stücke einstudiert und darunter mit „Swingin Flutes“ und „A Trumpet Fanfare“ fünf jungen Spielern Soloeinsätze ermöglicht. Überrascht hat die junge Moderatorin der Jugendkapelle, Elena Schmid, die sich als Naturtalent entpuppte. Bürgermeister Manfred Härle bot in seiner Ansprache der Jugendlichen einen Job als Pressesprecherin an. „Wenn du nach der Schule etwas suchst, ist bei uns im Rathaus eine Stelle für dich frei“, sagte er.

Nach einer kurzen Umbaupause waren die „Großen“ an der Reihe. Für das Konzert haben sie mit einem Klarinetten-Quartett aus Kressbronn Unterstützung bekommen. Dirigent Attila Buzinszki unterrichtet auch in Kressbronn Musiker, und so ist der Kontakt zustande gekommen. Mit der Ouvertüre des „Barbier von Sevilla“ hatten die vier Frauen des Quartetts einen eigenen Auftritt beim Konzert. Mit „Archaic Blues“ legte der Dirigent ein professionelles Solo auf seinem Saxofon hin. Er ist spielend durch die Zuschauerreihen gelaufen, mit blauer Glitzerweste und Hut, und erklomm schließlich die Bühne, wo die Musiker in den Song einstimmten. Dafür hat es einen Sonderapplaus gegeben.

Die Klänge verweilten bei Musik, die über den großen Teich kommt. Mit „Copacabana“ von Barry Manilow kamen brasilianische Töne auf die Bühne. „Gospel John“ des Jazzmusikers Jeff Steinberg ist ebenfalls ein modernes Stück und passte wunderbar in das Programm. Der Sohn des Dirigenten, Mate Buzinszki, moderierte das Konzert des MVM. Er hat sich dem Stil des Konzertes angepasst und auch eine Ansageform gewählt, die nicht den traditionellen Ansagen von Weihnachts- oder Adventskonzerten entspricht. Zu fast jedem Stück hat er eine Anekdote oder ein kleine Kurzgeschichte präsentiert.

Wenn die Zuhörer geglaubt haben, dass „A Crazy Mixed-Up Christmas Concert„, der letzte offizielle Programmpunkt, die gediegenen Klänge eines Adventskonzertes bringen würde, wurden sie eines Besseren belehrt. Auch hier waren die Songs mit einem flotten Beat untermalt. Mit den Zugaben „Ungarischen Tanz Nr. 5“ und „Guten Abend, gute Nacht“ von Johannes Brahms verabschiedeten sich die Musiker

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