Finanzministerin Edith Sitzmann zu Besuch in Salem

Lesedauer: 4 Min
Zu Besuch im Kloster und Schloss Salem: Finanzministerin Edith Sitzmann macht zusammen mit Michael Hörrmann (von links), Geschäf
Zu Besuch im Kloster und Schloss Salem: Finanzministerin Edith Sitzmann macht zusammen mit Michael Hörrmann (von links), Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, dem FDP-Landtagsabgeordneten Klaus Hoher sowie Christia (Foto: Marvin Weber)
Schwäbische Zeitung

Die baden-württembergische Finanzministerin Edith Sitzmann (Grüne) hat ihre Schlössertour mit einem Besuch im Kloster und Schloss Salem beendet. Insgesamt acht Schlösser hatte Sitzmann in den vergangenen zwei Wochen besucht. Schlusspunkt ihrer Reise bildete ein Blick in das historische Zisterzienserkloster, von dem sich Sitzmann sehr beeindruckt zeigte.

Für die Finanzministerin war es an diesem Nachmittag der zweite Besuch in der Anlage. Im vergangenen Sommer sei sie bereits inkognito einmal hier gewesen, verriet sie. Doch auch bei ihrem nichtoffiziellen Besuch hätten das Kloster und Schloss Salem einen sehr guten Eindruck bei ihr hinterlassen, genau wie bei ihrem offiziellen Termin. „Das Kloster und Schloss Salem ist mittlerweile eines der Top-Ziele des baden-württembergischen Tourismus“, sagte Sitzmann. Im Jahr 2016 besuchten mehr als 126 000 Gäste die Anlage und die Museen. Die insgesamt 60 Monumente der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg verzeichneten eine Besucherzahl von rund 3,8 Millionen Menschen.

„Wir wollen die Monumente in Baden-Württemberg pflegen und verwalten und möglichst viele Menschen an deren Historie teilhaben lassen“, sagte die Finanzministerin. Das Kloster und Schloss Salem sei nicht nur für die Region, sondern auch weit darüber hinaus, ein Gewinn und sei es wert, dass vor Ort viel Geld investiert werde, so Sitzmann. Seit dem Erwerb von Kloster und Schloss Salem im Jahr 2009 habe das Land rund 20 Millionen Euro in den Erhalt investiert. Die Markgräflich Badische Verwaltung habe davon einen Anteil von rund drei Millionen Euro übernommen. Derzeit werden in einem vierten Bauabschnitt unter anderem Dach und Fassade am Westflügel des Konventgebäudes saniert. Im Speisesaal der Schule werden die Fenster energetisch ertüchtigt und am Münster wird die Fassadensanierung fortgeführt. Die Arbeiten sollen bis im Frühjahr 2018 fertiggestellt sein. Der fünfte Bauabschnitt beginnt dann an der Südseite des Münsters, dessen Außenfassade restauriert werden soll.

Besichtigung im Schnelldurchlauf

Davon, dass die zahlreichen Millionen auch gut investiert sind, machte sich Sitzmann bei einem kleinen Rundgang durch das fast 900 Jahre alte Zisterzienserkloster selbst ein Bild. Beginnend mit dem Marstall, einem Zwischenstopp im Kaisersaal und einem kurzen Abstecher bei Prinz Michael von Baden erfuhr die Finanzministerin, die ein Studium der Geschichte und Kunstgeschichte absolviert hat, jede Menge interessante Fakten über die historische Stätte. „Wir versuchen bei den Restaurationsarbeiten stets das Alte möglichst gut zu erhalten und seinen ursprünglichen Zustand darzustellen“, sagte Peter Moser vom Amt Ravensburg von Vermögen und Bau Baden-Württemberg, das die Liegenschaften des Landes und auch dessen Instandhaltungsarbeiten betreut. „Wichtig ist es, die musealen Räume instand zu halten, diese aber auch mit Leben zu füllen“, sagte Sitzmann. Dies funktioniere im Kloster und Schloss Salem mit dem abwechslungsreichen Programm durch zahlreiche Feste, Konzerte und Veranstaltungen sowie auch durch den Schulbetrieb der Schlossschule äußerst gut.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen