Favoritensieg in Mimmenhausen

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 Christian Pampel (links) unterliegt mit dem TSV Mimmenhausen den Herrschinger Volleyballern im DVV-Pokalwettbewerb.
Christian Pampel (links) unterliegt mit dem TSV Mimmenhausen den Herrschinger Volleyballern im DVV-Pokalwettbewerb. (Foto: günter kram)
Schwäbische Zeitung

Salem (sz) - Im DVV-Pokalachtelfinale hatte der TSV Mimmenhausen am Samstagabend vor ausverkauftem Haus die WWK Volleys Herrsching zu Gast und musste sich am Ende mit 0:3 (13:25, 11:25, 18:25) geschlagen geben. „Ein paar mehr Punkte pro Satz hatten wir uns schon vorgenommen. Aber dafür waren wir phasenweise einfach zu nervös und haben Fehler gemacht, die wir normalerweise nicht machen“, wurde TSV-Coach Christian Pampel in der Vereinsmitteilung zitiert. 1069 Zuschauer in der BZ-Halle machten das Pokalduell zu einem unvergleichlichen Spektakel.

Sportlich gesehen hatte Pampel recht: Es waren viele Annahmefehler und ebenso eine Vielzahl von Aufschlagfehlern aufseiten des TSV Mimmenhausen, die für klare Verhältnisse zugunsten des Erstligisten auf dem Feld sorgten. Nichtsdestotrotz – sofern die Annahme stand – war zu sehen, dass man im Ballwechsel mit den Profis vom Ammersee mithalten konnte.

Gleich zu Beginn der Partie konnten die Hausherren Herrsching überraschen und gingen mit 4:2 in Führung. Ab dann zog der Erstligist aber vor allem im Aufschlag deutlich an und zog Ass um Ass erbarmungslos davon. Ein Bild, das sich auch im zweiten Durchgang nicht ändern sollte. Keine echte Lösung fand man gegen die teils wuchtigen, teils platzierten Sprungaufschläge der WWK Volleys Herrsching. Im Schnelldurchlauf war somit auch dieser Durchgang entschieden.

Die darauffolgende Zehn-Minuten-Pause tat dem Gastgeber in diesem Moment gut – konnte man bis dahin das vorhandene Potenzial nur sehr wenig abrufen. Mit neuem Schwung startete Mimmenhausen in den dritten Durchgang und verbuchte beim Zwischenstand von 4:3 die zweite Führung des Abends. Erneut währte diese jedoch nur sehr kurz, wenngleich man bis zum 6:8 bei der ersten technischen Auszeit noch mithalten konnte. Die darauffolgenden fünf Asse in Serie von Herrschings Zuspieler Ferdinand Tille brachten dann jedoch die Vorentscheidung.

Der TSV Mimmenhausen ließ sich in diesem Durchgang dennoch nicht unterkriegen und hielt gut dagegen. Hierdurch entwickelten sich einige tolle Ballwechsel, die der Gastgeber für sich entscheiden konnte. Getragen durch die durchweg fantastische Unterstützung von den heimischen Fans hielten die Badener auch bis zum Ende des Durchgangs gut mit. Wenngleich der Vorsprung der WWK Volleys bereits zu groß war, um den Satz nochmals ernsthaft offen zu gestalten, erreichte der Zweitligist zumindest in diesem Durchgang die angestrebte Punktzahl. „Die gezeigte Leistung hinten raus war in Ordnung. Schade, dass wir das nicht in den Sätzen zuvor abrufen konnten“, rundete TSV-Spielertrainer Pampel sein Fazit zum Pokalspiel ab.

Nach der Partie sah man nur kurz enttäuschte Gesichter beim TSV. Letztlich war es für alle Spieler ein echtes Erlebnis, gegen Nationalspieler anzutreten, die Atmosphäre beim Provinzverein aus Salem war Werbung für den Volleyballsport. Wichtig wird nun jedoch sein, den Fokus nach diesem Saisonhighlight zurück auf den Ligaalltag in der 2.Bundesliga zu legen. Bereits kommenden Samstag steht eine schwierige Auswärtspartie beim Vorjahresdritten Heitec Volleys Eltmann an, die sich unter der Woche nochmals mit einem amerikanischen Diagonalspieler verstärkt haben. Wenngleich man sich hier wieder deutlich stärker auf Augenhöhe mit dem Gegner bewegen wird, bedarf es auch hier einer außerordentlich guten Leistung, um sich weitere Punkte für den Klassenerhalt zu sichern. Zuversichtlich hierfür stimmt TSV-Coach Pampel für diese Aufgabe aber bereits eine Sache: „So nervös wie gegen Herrsching werden wir dort ziemlich sicher nicht sein.“

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