Ein sonniges Programm in kirchlichen Mauern

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Der Männergesangverein Mimmenhausen überzeugte mit einem breiten Repertoire, trotz vieler neuer Sänger aus Neufrach. (Foto: Martin Samland)
Martin Samland

Mit einem abwechslungsreichen Frühjahrskonzert sind die Sänger und Musiker in Mimmenhausen in die neue Saison gestartet. „Es ist schön, dass sie an diesem herrlichen Frühlingstag zu uns gekommen sind“, begrüßte Günther Maurer vom Männergesangverein Mimmenhausen die Konzertbesucher. Gut eingespielt präsentierte sich die Jugendkapelle Mimmenhausen-Neufrach unter der Leitung von Petra Keller.

Passend zum sonnenverwöhnten Sonntag startete der Nachwuchs mit „Barbara Ann“ von den Beach Boys und hatte sofort die volle Aufmerksamkeit der Zuhörer in der voll besetzten Liebfrauenkirche. Ein flottes Tempo legten die jungen Musiker auch beim „Beetle Boogie“ vor und das Stück „Pirates of the Caribbean“ lud zum Träumen ein. Sonne pur gab es dann beim „Sun Calypso“ und nach dem Titel „Aura Lee“ als Zugabe, machte die Jugendkapelle Platz für die Sänger.

Von Kirchen- bis Volkslied

Diese ließen sich nicht lange Bitten und unter der Leitung von Ulrich Raither trug der Männergesangverein Mimmenhausen, der von den Neufracher Sängern unterstützt wurde, mit „Jauchzet, jauchzet dem Herrn“ eine geistige Einstiegshymne vor, die perfekt zur Akustik des Kirchengebäudes passte. Weiter ging es mit dem wohl bekanntesten Kirchenlied „Ich bete an die Macht der Liebe“. Mit dem von Studenten früher gerne gesungenen Lied „Die Gedanken sind frei“, wechselten die Sänger das Genre. Modern wurde es mit „Weit, weit weg“ von Hubert von Goisern. Eine Menge Spaß hatten die Zuhörer mit dem Volkslied „Auf de schwäbsche Eisenbahne“, bei dem der Zug förmlich durch die heiligen Hallen der Kirche ratterte. Nach lang anhaltendem Applaus verabschiedeten sich die beiden bisher noch unabhängig voneinander geführten Gesangsvereine mit der „Abendruhe“.

Doch die Ruhe war buchstäblich die vor dem Sturm, denn der Musikverein Mimmenhausen unter der Leitung von Andreas Möhrle stand schon bereit. So klang schon das erste Stück, der „Festliche Einzug“ monumental im akustischen Raum mit seinen hohen Kirchenwänden. Etwas ruhiger ging es beim ursprünglich barocken Stück „Badinerie“ zu, bei dem Solistin Theresa Fitz an der Klarinette eindrucksvoll die musikalische Bandbreite des Instruments voll ausschöpfte. Beschwingt kam danach der Titel „Wenn die Polka klingt“ daher und zum Abschluss drehten die Musiker mit dem Konzertmarsch „Mit frischem Schwung“ noch einmal richtig auf. „Es war ein tolles Konzert“, bedankte sich der erst kürzlich gewählte Vorsitzende der Musiker, Marc Klein, beim Männergesangverein für die gute Zusammenarbeit.

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