Das ganze Wochenende über feiert ganz Salem eine feuchtfröhliche und friedliche Gartenparty.

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Martin Samland

Das Schlossseefest hat am Wochenende wieder Tausende Besucher nach Salem gelockt. Bereits der Freitag startete rekordverdächtig. Die Temperaturen beim Festwieseneinzug der Salemer Musikvereine überstiegen locker die 30 Grad und es durfte in der bisherigen fast 40-jährigen Geschichte des Festes der wohl heißeste Eröffnungstag gewesen sein. Die rund 300 Musiker, die sich vor der großen Bühne zu einem Gesamtchor vereinten, hielten jedoch tapfer durch.

Erstmals durfte bei diesem außergewöhnlichen Platzkonzert der neue Dirigent des Musikvereins Beuren, Bernhard Jauch, den aus sechs Kapellen zusammengesetzten Gesamtchor dirigieren.

Den schweißtreibenden Einsatz der Musiker lobte Bürgermeister Manfred Härle in seiner Begrüßung. Er bedankte sich bei den Musikern und endlich ging es dann an die bereitgestellten Bierfässer zum offiziellen Fassanstich. „Der eine oder andere hat die falsche Wetter-App“, erklärte Chef-Organisator Ronny A. Knepple scherzhaft. Er bezog sich damit auf ein angekündigtes Gewitter, das über den Festplatz ziehen sollte. Mit seiner Einschätzung sollte er zumindest für den Freitagabend recht haben, denn außer den Tausenden Besuchern, die über den Platz flanierten, war zunächst von Regen nichts zu sehen. Zwar gab es am späten Abend immer wieder ein paar Regentropfen, diese wurden aber als willkommene Erfrischung gerne hingenommen.

Heiß ging es auch auf der Bühne zu. Neben Showtänzen der Garde Weildorf und den Tänzerinnen von RespecTUS Beuren sorgten die Schlossbühl-Musikanten für mächtig Stimmung. Zu späterer Stunde bewiesen dann Eric Prinzinger und seine Band, dass Elvis doch noch lebt. Kaum war der Festbetrieb in der Nacht eingestellt, öffneten sich die Schleusen zum Himmel und der Regen vertrieb die letzten Nachtschwärmer vom Festplatz.

Der Samstag startete ebenfalls recht feucht. Fast musste die Musikkapelle Neudingen ihr Programm abbrechen, als es am frühen Abend begann zu regnen. Kurzerhand zogen die Musiker aber um auf die trockene Hauptbühne und sorgten von dort aus mit einem improvisierten Programm für gute Laune. Auch die zahlreichen Besucher ließen sich vom Regen nicht die gute Stimmung verderben und feierten ausgelassen weiter.

Wasserresistent zeigte sich danach unter erschwerten Bedingungen die Showtanzgruppe „Dynamix“. Auf der Newcomerbühne rockte „Phil“ zusammen mit dem jüngeren Publikum und im Anschluss überzeugte die Band „Major Nyne“ mit ihren Coversongs. Immer mehr Besucher strömten im Laufe des Abends auf den Festplatz und fast hätte man vergessen können, dass es zeitweise wie aus Eimern goss. Zum Glück blieb aber das vorausgesagte schwere Unwetter aus und spätestens als „Ois Easy“ auf der Hauptbühne loslegten, gab es für die meisten kein Halten mehr. Der Platz vor der Hauptbühne füllte sich schnell und nicht nur die Musiker hatten ihren Spaß.

Pünktlich zum Feuerwerk war der Regen dann vorbei und das Klangfeuerwerk „The Dark World?“ zauberte bunte Bilder in den Nachthimmel. Trotz der Wetterkapriolen von extremer Hitze zu extremem Regen zeigte sich das Salemer Schlosseefest wieder von seiner besten Seite und man darf jetzt schon gespannt sein, was sich die Organisatoren für die Jubiläumsausgabe zum 40. Schloßseefest im nächsten Jahr alles einfallen lassen.

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