Bulli-Tour: Es geht weiter nach Marokko

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Schwäbische Zeitung

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Der Salemer Fotograf Patrick Scholz fährt gemeinsam mit seiner Freundin Lisa Nuber und Hund Oskar im VW Bus durch Europa und machen dabei auch einen Abstecher nach Afrika. Von unterwegs unterstützen sie auf verschiedene Weise soziale Projekte. In unregelmäßigen Abständen berichten sie in der Schwäbischen Zeitung von ihren Erlebnissen.

Marokko – ein faszinierender Mix aus Moderne, Tradition, Europa und Afrika. Drei Monate verbringen Lisa und Patrick in dem nordafrikanischen Land und sind wahnsinnig begeistert.

In Algeciras, einem Hafen an der Straße von Gibraltar, welche nicht nur das Mittelmeer mit dem Atlantik verbindet, sondern ebenso den europäischen von dem afrikanischen Kontinent trennt, steigen wir auf die Fähre. Gerade mal 14 Kilometer liegen die beiden Kontinente hier voneinander entfernt und bereits nach eineinhalb Stunden auf der Fähre legen wir in Tanger in Marokko schon wieder an.

Als wir von der Fähre rollen sind wir wahnsinnig gespannt, was uns in den nächsten Monaten erwartet. Noch auf dem Hafengelände müssen wir die wahrscheinlich wichtigste Regel von Marokko kennenlernen. Der erste Preis, der einem bei einem Geschäft angeboten wird, ist nur in den allerseltensten Fällen der richtige. Alles, wirklich alles, wird verhandelt. Da unsere Autoversicherung in Marokko nicht gilt, müssen wir eine marokkanische Versicherung abschließen. So begann unser Marokko-Aufenthalt also in einem Versicherungsbüro.

Wir wollen drei Monate in Marokko bleiben. Als wir dies dem Versicherungsverkäufer erzählen beginnen seine Augen ein wenig zu leuchten. Dies sei kein Problem – 470 Euro würde die Versicherung für diesen Zeitraum kosten. Es zieht uns fast die Schuhe aus. Zum Glück hatten wir im Voraus in Internetforen schon etwas recherchiert und wissen, dass dieser Preis nicht stimmen kann. Wie wir schon auf vielen anderen Reisen gelernt haben, ist die wichtigste Regel beim Verhandeln immer so zu tun, als wäre man schon hundertmal in dem Land gewesen und kenne die Preise. So beginnt das erste marokkanische Geschäft ganz klassisch. „470 Euro?! Das kann nicht sein. Das letzte Mal haben wir 100 bezahlt.“ Nach einigem Hin und Her einigen wir uns auf 180 Euro, den Preis, den wir auch im Voraus im Internet recherchiert hatten.

Kaum runter vom Hafengelände geht es für uns los Richtung Süden. Die erste Nacht verbringen wir auf einem kleinen Campingplatz in Asilah, einer Hafenstadt mit einer wunderschönen Medina. So nennt man die typisch marokkanischen Altstadtkerne, mit ihren unzähligen verwinkelten kleinen Gassen.

Bereits hier in Asilah verlieben wir uns in Marokko. Die Menschen sind wahnsinnig nett, die Städte mit ihren vielen Teestuben, Dachterrassen, Teppichhändlern und Gemüsemärkten verzaubern uns mit ihrem orientalischen Charme. Ebenso merken wir, dass wir mit der Entscheidung, den Winter in Marokko zu verbringen alles richtig gemacht haben. Nicht nur wegen dem wolkenlosen Himmel und angenehmen Temperaturen um die 23 Grad Celisius, sondern auch, weil es kaum ein günstigeres Land gibt, welches man so einfach mit dem Auto erreichen kann. Ein Campingplatz kostet meist fünf Euro für uns beide mit Hund. Essen gehen kann man oft für drei Euro pro Person – mit Getränken und Nachtisch. Das Beste ist jedoch das Einkaufen auf den Märkten. An den Obst- und Gemüseständen häuft sich das leckerste und vielfältigste Angebot, das wir seit Langem gesehen haben. Ein Kilo frisch geernteter Orangen kostet beispielsweise 20 Cent. Wir sind im Paradies und freuen uns immer mehr darauf in dieses Land einzutauchen.

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