Beim Schlossseefest dürfen junge Talente auftreten

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Zum Schlossseefest Salem erwarten die Veranstalter am letzten Juli-Wochenende bis zu 20 000 Besucher.
Zum Schlossseefest Salem erwarten die Veranstalter am letzten Juli-Wochenende bis zu 20 000 Besucher. (Foto: Archiv Martin Samland)

Beim Schlossseefest Salem gibt es dieses Jahr einen runden Geburtstag zu feiern: zehn Jahre Newcomer-Bühne. Passend dazu ist auch das musikalische Programm gestaltet. „Wir wollen jungen Talenten die Chance auf einen Auftritt geben“, sagt Lisa Knoll vom Musikverein Harmonie Lippertsreute, der das Fest mitorganisiert.

Trotzdem beginnt das Schlossseefest am Freitag, 27. Juli, um 18 Uhr traditionell mit einem Sternmarsch der fünf Musikkapellen, die das Fest gemeinsam organisieren. Die Vereine aus Neufrach, Mimmenhausen, Beuren, Weildorf und Lippertsreute spielen nach dem Sternmarsch im Gesamtchor noch einige gemeinsame Stücke, bevor die Fässer angestochen werden und Freibier für die Erwachsenen und Freifanta für die Kinder fließen. Sie erwarten am Freitag zwischen 5000 und 10 000 Besucher, am Samstag zwischen 10 000 und 20 000 Besucher.

Zu den jungen Talenten, die dieses Jahr etwas stärker im Vordergrund stehen sollen, gehört die Gruppe Leeeza, die am Freitagabend spielt. Die Frontfrau der Band ist schon bei der TV-Show „The Voice of Germany“ aufgetreten. Am Samstag spielt auf der Newcomer-Bühne der Pfullendorfer Singer/Songwriter Tommy Haug mit seiner Band, der im Juni auf dem Southside-Festival in Neuhausen ob Eck aufgetreten ist, nachdem er den Bandwettbewerb der Schwäbischen Zeitung gewonnen hatte. Mit Phil Siedenburg steht auch ein Salemer Nachwuchsmusiker auf der Bühne: Der Schüler aus Mimmenhausen war im Frühjahr bei der Talent-Show „The Voice Kids“ im Fernsehen zu sehen.

Neben den jungen Talenten spielen auch Musiker mit langjähriger Bühnenerfahrung, etwa die Isartaler Hexen. Die Gruppe aus dem Bayerischen besteht aus acht Frauen, die seit vielen Jahren mit ihrer Mischung aus Schlager, Rock und Pop auch schon beim Schlossseefest Stimmung gemacht haben. „Sie sind auf Abschiedstournee und wir freuen uns, dass sie nochmal nach Salem kommen“, sagt Lisa Knoll.

Ein Höhepunkt des Schlossseefests ist das Klangfeuerwerk am Samstagabend um 22.45 Uhr. Es trägt dieses Jahr den Titel „Empire of Angels“. Was sich dahinter verbirgt, wissen aber auch die Veranstalter noch nicht genau. Sicher sei jedoch, dass Musik und Feuerwerk genau aufeinander abgestimmt werden. „Wie es aussieht und sich anhört, ist auch für uns jedes Jahr eine Überraschung“, sagt sie. Das Fest geht am Sonntag mit einem Frühschoppen und einem Kinderflohmarkt zu Ende.

Weil dieses Jahr am Schlosssee die Neue Mitte gebaut wird und weniger Parkplätze zur Verfügung stehen, wird am Schloss ein Parkplatz mit einem Shuttle-Service angeboten. Außerdem ist das Schlossseefest mit Sonderbussen von Markdorf, Überlingen, Heiligenberg, dem Deggenhausertal und Meersburg und der Fähre aus erreichbar.

Für die rund 300 Helfer ist das Schlossseefest ein Kraftakt. Die fünf Musikvereine treffen sich am Mittwoch und Donnerstag vor dem Fest zum Aufbau, musizieren und arbeiten auf dem Fest und treffen sich noch Samstagnacht, um alles in Windeseile wieder abzubauen. Das geschehe meist gegen 3 oder 3.30 Uhr, sagt Lisa Knoll. Am Sonntag sei kaum noch etwas zu sehen. „Wir fahren dann immer an unsere Halle, putzen die Grills und lagern sie wieder ein“, berichtet sie. Erst wenn alles geschafft sei, gebe es für die Musiker ein gemeinsames Frühstück, dass das Deutsche Rote Kreuz vom Salemer Tal für alle Helfer zubereite. „Erst dann geht es ins Bett – oder auf das nächste Fest“, sagt sie.

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