Zum selbst Urlaub machen bleibt die Fasnet

Lesedauer: 5 Min
 Janine und Wolfgang Metzler vom Hotel „Obstgarten“ in Bitzenhofen.
Janine und Wolfgang Metzler vom Hotel „Obstgarten“ in Bitzenhofen. (Foto: Michael Tschek)
Michael Tschek

Herrliche, ruhige Südhanglage, umrahmt von Obstgärten und einfach idyllisch gelegen: Das Hotel „Obstgarten“ in Bitzenhofen bietet seinen Gästen zudem vom Hotelzimmer oder der Terrasse aus einen wunderbaren Blick auf den Bodensee und das Alpenpanorama, Ausflugsziele, die bei Fönwetter schon zum Greifen nahe erscheinen. 1992 eröffneten Rosemarie und Valentin Metzler das „Gästehaus am Obstgarten“. Nach verschiedenen Um- und Neubaumaßnahmen wurde der Betrieb 1996 in „Hotel und Restaurant“ unbenannt und offiziell 1998 mit drei Sternen klassifiziert – vergangenes Jahr durfte das 25. Jubiläum gefeiert werden.

Seit 2004 hat Sohn Wolfgang Metzler als gelernter Koch zusammen mit seiner Frau Janine den Familienbetrieb übernommen. Gerade jetzt in der Haupturlaubszeit gibt es für die beiden und ihr insgesamt 25-köpfiges Team, bestehend aus Festangestellten, Teilzeitkräften, Familienmitgliedern und Aushilfskräften selten einen ruhigen Tag. Und trotzdem: „Es macht einfach Spaß und selber Urlaub machen geht bei uns in der Fasnet“, meint Wolfgang Metzler.

Bis unters Dach voll

Wenn man die schon berühmt-berüchtigte steile Auffahrt zum Hotel hochfährt, die so manchen, gerade Busfahrern, Schweißperlen auf die Stirn getrieben hat, dann steht man vor einem leeren Parkplatz. Sind hier Betriebsferien oder ist nichts los? Beides ist nicht zutreffend. „Wir sind bis unter das Dach voll“, sagt Hotelchef Wolfgang Metzler, soll heißen: Die 33 Zimmer sowie die Ferienwohnung sind ausgebucht. „Unsere Gäste gehen bei dem herrlichen Wetter nach dem Frühstück los zum Baden an den Bodensee, machen Ausflüge oder gehen auch mal einfach zum Shoppen“, stellt Janine Metzler fest. Gerade in der Haupturlaubszeit würden viele Familien anreisen, vor allem aus der Schweiz, meint sie. Dementsprechend haben die Metzlers ihr Haus mit Spielezimmer und Spielplätzen eingerichtet. Und trotz vieler Kinder würde es zwischen Jugend und älteren Gästen „sehr gut harmonieren“.

„Nach dem Frühstücksbuffet um elf Uhr und bis Wolfgang zur Vorbereitung des Abendmenüs in die Küche muss, haben wir etwas Zeit für uns“, sagt Janine. Da würden sie bei dem schönen Wetter mal abwechselnd oder auch gemeinsam mit ihren beiden sechs- und achtjährigen Kindern zum Baden gehen oder sonst etwas unternehmen. In dieser Zeit sind dann zuverlässigen Putzfeen und Servicemitarbeiter in Aktion, die sich um die Zimmer und das Wohl der Gäste kümmern.

Apropos Mitarbeiter „Unseren Angestellten, die Familie haben, geben wir natürlich auch in der Haupturlaubszeit die Gelegenheit, mit ihren Kindern Urlaub zu machen“, betont Wolfgang Metzler. Und wie ist es mit selbst Urlaub machen? „Unsere Saison geht von Ostern bis Anfang November, da bleibt eigentlich nur der Spätherbst und der Winter“, meint Metzler. Dabei würden sie ihren „richtigen Urlaub“ auf die Fasnetsferien legen und ab in die Berge zum Skifahren gehen, sagt der Hotelchef, wobei schon eine gewisse Vorfreude herauszuhören ist.

Die Familie Metzler engagiert sich auch am öffentlichen und sozialen Leben der Gemeinde Oberteuringen und darüber hinaus. So ist Wolfgang seit 2009 im Oberteuringer Gemeinderat und anlässlich ihres Jubiläumsfestes „25 Jahre Hotel Am Obstgarten“ 2017 hatten sie den gesamten Erlös dem ambulanten Kinderhospizdienst „Amalie“ der Landkreise Bodensee und Ravensburg zur Verfügung gestellt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen