Yachtclub Kressbronn-Gohren spendet 5000 Euro

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 Die Vorsitzende des Vereins Shimshal e.V. (Bildmitte) freut sich über die großzügige Spende des Yachtclubs Kressbronn-Gohren. P
Die Vorsitzende des Vereins Shimshal e.V. (Bildmitte) freut sich über die großzügige Spende des Yachtclubs Kressbronn-Gohren. Präsident Paul Anton Huber und Kassiererin Bärbel Rubeau überreichen den Scheck im Namen ihrer Mitglieder. (Foto: Michael Tschek)
Michael Tschek

Mitte Oktober ist die Vorsitzende des Vereins „Shimshal e.V.“, Wilma Rehkugler von ihrer inzwischen zwanzigsten Reise nach Pakistan zurückgekommen und zuhause gleich mit einer freudigen Nachricht überrascht worden: Der Yacht-Club Kressbronn-Gohren e.V. (YCKG) hat ihrem Schulprojekt 5000 Euro gespendet.

Rückblick: Der Yacht-Club Kressbronn-Gohren feierte am 14. Juli diesen Jahres sein 50-jähriges Clubjubiläum. Gefeiert wurde im Glashaus in Siggenweiler, musikalisch begleitet vom Seemannschor Friedrichshafen.

„Von Anfang an waren sich Vorstand und alle Mitglieder einig, dass wir kein teures Fest machen, sondern anstelle dessen das Geld für junge Menschen investieren, deren Zukunftschancen aufgrund geringerer Bildung sehr eingeschränkt ist“, meinte der Clubpräsident des Vereins Paul Anton Huber. Und weil schon einige Mitglieder des Vereins das Projekt Shimshal unterstützten sei es naheliegend gewesen, sich auch seitens des Gesamtvereins zu engagieren, fügte Huber an.

„Mit dieser Spende möchte der Yachtclub auch andere Personen motivieren, sich für dieses großartige Projekt in Pakistan zu engagieren“, meinte der Clubpräsident.

Für Wilma Rehkugler kam die „sehr großzügige“ Spende sehr willkommen. Das Schulprojekt Shimshal, im Zentrum der vier höchsten Bergmassive Himalaya, Karakorum, Hindukusch und Pamir im Norden Pakistans wurde am 24. November 2002 auf Initiative des Vereins „Shimshal e.V.“ mit Sitz in Oberteuringen gegründet. Für Wilma Rehkugler seitdem eine Herzensangelegenheit- eine Lebensaufgabe, der sie sich mit aller Hingabe verschrieben hat.

Schulbetrieb läuft gut

Von ihrer jüngsten Reise im Oktober (wir berichten ausführlich) brachte sie nicht nur die Erkenntnis mit, dass in Shimshal der Schulbetrieb bestens laufe, sondern auch, dass das neue Projekte kurz vor der Vollendung stehe. Soll heißen: Vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) wurde der Bau für das geplante Wohnheim für Mädchen in Karimabad, der Hauptstadt der Region Hunzal zugesagt. Dort sollen unterstützungsbedürftige Mädchen aufgenommen werden, die aus in erster Linie armen oder besonders kinderreichen Familien kommen, um ihnen von dort aus die Möglichkeit zu geben, ein College oder Universität zu besuchen. Immer wieder werde man damit konfrontiert, dass es viele Waisen und Halbwaisen in Shimshal gebe, begründete Rehkugler das Engagement zu diesem Projekt. Meistens sind es die Männer der Familien, die am Berg als Sherpas oder bei anderen Unfällen ihr Leben verlieren würden. „Wir werden diese großartige Spende des Yachtclubs für die Einrichtung des Wohnheimes für Laptops, Möbel, Bücher, Aufenthalts-und Speiseraum sowie sonstige Ausstattungen verwenden“, freut sich die Vorsitzende.

Am 26. März 2019 soll dann die offizielle Eröffnung des Wohnheimes stattfinden und sicher wird Wilma Rehkugler mit dabei sein.

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