Thin Mother bringen bringt die 70er-Jahre in die Mühle

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Schwäbische Zeitung
Renate Habermaas

Einen Tanzabend mit fetziger Rockmusik haben die Musiker von „Thin Mother“ dem Publikum in der ausverkauften Mühle bescherrt und heizte den Gästen bis in die Nacht ein.

Und es ging gleich los ohne Ansage mit dem ersten Songklassiker von den Rolling Stones „I can get no satisfaction“, mit dem sich die Band einspielte. „Wir machen gute Musik, ihr klatscht, singt und tanzt dazu. Wir werden alles geben“, kündigte Frontmann Wolle Locher das nachfolgende Programm auf seinem breiten Schwäbisch an. So war es denn auch. „Thin Mother“ gab musikalisch alles und das Publikum konnte nicht mehr sitzen, ließ sich nach anfänglichen Hemmungen zum Tanzen einladen. Schon die Ankündigung des Beatlessongs „She loves you“ löste eine Welle der Begeisterung aus und viele strömten nach vorne, um die Hüften zu schwingen. „Das ist immer so, dass die Leute tanzen. Wenn das nicht mehr funktioniert, dann hören wir auf“ verriet Wolle Locher. Die Band selbst ist eine ehemalige Schülerband und alle Bandmitglieder stammen aus der Bodenseeregion.

Seit 43 Jahren spielt die Band zusammen

Seit 43 Jahren spielen sie zusammen, ungefähr zwölf Auftritte im Jahr und das meistens an den gleichen Orten. Nur manchmal spielen sie an neuen Orte, so wie im kommenden Juni im Gemeindepsychiatrischen Zentrum in Friedrichshafen. Die Musikstücke stammen von früher, als alle noch jünger waren. „Die Rolling Stones, Beach Boys und die Beatles waren damals unsere Idole“, sagte Keyboarder Dieter Grupp „und genau diese Art von Musik spielen wir auch an diesem Abend“, fügte er hinzu. Das Publikum und die Fans waren begeistert und wollten genau diese Musik hören. „Jetzt spielen wir einen hundsalten Schinken“, sagte Wolle Locher bei einem Lied von Staus Quo und die Gäste vor der Bühne grölten vor Freude.

Yogo Holz an der Gitarre auf der rechten Seite der Bühne schien unübersehbar ein Fan der Stones zu sein, denn er hatte eine rote ausgestreckte Zunge auf seinem T-Shirt-ein Markenzeichen des großen Mick Jagger, dem Frontmann der Stones. Mit der einzigen Ballade im Programm „Welcome to the Hotel California“ von den Eagles lockte die Band dann auch die Pärchen auf die Bühne zum Tanzen. Es durften nicht fehlen „I love Rock and Roll“ , ein Rocksong von 1975 und „Born to be wild“, ein Hard-Rock Titel der Band „Steppenwolf“ aus dem Jahr 1968. Mit dabei auch ein Medley der bekannten englischen Gruppe „The Who“, die in den 60er- und 70er-Jahren die Charts stürmten. Nach sechs Auftrittsblöcken mit kleinen Pausen dazwischen verließen „Thin Mother“ die Bühne und das Publikum hatte die großen Songs von früher gehört, sich ausgetanzt und nochmal das Lebensgefühl der 70er-Jahre musikalisch erlebt.

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