Teuringer Wehr deutlich leistungsfähiger

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 Reinhard Hangst und Volker Kühn erteilen dem neuen Löschfahrzeug den Segen.
Reinhard Hangst und Volker Kühn erteilen dem neuen Löschfahrzeug den Segen.
Michael Tschek

Mit dem Segen Gottes durch die Pfarrer Reinhard Hangst (katholische Kirchengemeinde Oberteuringen) und Volker Kühn (evangelische Kirchengemeinde Ailingen) ist am Samstag auf dem Platz vor der „Mühle“ das neue Löschfahrzeug (LF 10) feierlich in Dienst gestellt worden. Dadurch geht das bisherige Löschfahrzeug (LF 16/12) nach 32-jähriger treuer Dienstzeit sozusagen in den Ruhestand. Der Zeremonie haben nicht nur zahlreiche Teuringer Bürger beigewohnt, sondern auch die Vertreter des Landtages, Martin Hahn (Bündnis 90/Die Grünen) und Klaus Hoher (FDP) sowie die gesamte Feuerwehr-Führungsriege von Kreis, der Stadt Friedrichshafen und benachbarten Wehren. Musikalisch umrahmt wurde die Fahrzeugweihe durch die Teuringer Jugendkapelle unter der Leitung von Felix Amann.

„Gut Ding will Weile haben“: Zwei Jahre und acht Monate hat es von der Vorplanung bis zur Fertigstellung des Fahrzeugs in Luckenwalde/Brandenburg gedauert – länger als ursprünglich gedacht. Aber am Samstag war es dann endlich soweit. Bei einer feierlichen Fahrzeugweihe wurde das LF 10 offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Die Dringlichkeit einer Ersatzbeschaffung für das bisherige Löschfahrzeug LF 16/12 sei erforderlich gewesen, weil es nach nahezu 32 Dienstjahren doch „geschwächelt“ habe, meinte Bürgermeister Ralf Meßmer. Darum habe die Gemeinde als auch der Gemeinderat hinter der Entscheidung der Neubeschaffung gestanden, ließ er wissen. „Die Teuringer Wehr verfügt über eine tüchtige Mannschaft mit aktiven Mädchen und Jungs“, stellte Meßmer fest. Sie sei ein „wichtiger Partner der Gemeinde“, fügte er hinzu. Mit einer Investition von 425 000 Euro (davon 150 000 Euro Zuschüsse durch das Land) sei die Leistungsfähigkeit der Wehr „deutlich erhöht“ worden, meinte er vor der symbolischen Schlüsselübergabe an Kommandant Alexander Amann.

Für den Kommandanten sei diese Weihe ein „besonderer Anlass“ gewesen, der „nicht alle Tage vorkomme“. Seinen Dank richtete er an die Gemeindeverwaltung und den Gemeinderat, aber auch an die Einwohner von Oberteuringen, denn: „Wir alle haben das neue Fahrzeug gekauft“, betonte Amann.

Der stellvertretende Kreisbrandmeister Peter Schörkhuber bescheinigte der Wehr ein „repräsentatives Auftreten“ sowohl nach innen als auch nach außen innerhalb des Bodenseekreises.

Mit einem Auszug aus dem neunten Kapitel des Markus-Evangeliums erteilten Pfarrer Reinhard Hangst von der katholischen Kirche und der evangelische Pfarrer Volker Kühn dem Fahrzeug und der Mannschaft den kirchlichen Segen.

Viel Zeit zum Feiern blieb der Mannschaft allerdings nicht, denn kurze Zeit später musste sie mit dem neuen Fahrzeug bei der Jahreshauptübung am Objekt Wielath in Neuhaus sein – eine perfekte Feuertaufe für das LF 10.

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