Sprungbrett: Erfolgsgeschichte geht weiter

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Sprungbrett: Erfolgsgeschichte geht weiter
Schwäbische Zeitung
Michael Tschek

Wer beim beim „1Meter-Brett“ und „Sprungbrett Mühle“ im Kulturzentrum Mühle in Oberteuringen dabei sein will, muss schnell sein – so groß ist zwischenzeitlich das Interesse zur Teilnahme an der Teuringer-Talent-Präsentation geworden. So hatte der Veranstalter bei der bereits 19. Veranstaltung die Qual der Wahl. Die ausgewählten sieben Bands und drei Liedermacher bedankten sich mit anspruchsvoller Musik, bei der die Mehrzahl der Songs in deutscher Sprache präsentiert wurden.

„Tolle Session“, war das einhellige Urteil von Organisator Bruno Rauscher und Moderator Bene Amann zum „1Meter-Brett“ am Freitagabend. Verantwortlich für die Stimmung waren einmal „Klartext“ (Biggi Boeckh, Wolfgang und Klaus Dingler, Rolf Wilhelm und Thomas Budsa), die schon seit 25 Jahre ihre eigenen Songs in deutscher Sprache rocken und zum anderen „Spruchreif“, die vielversprechende Nachwuchs-Pop-Rock-Band (Justin Dingler, Patrick Laruelle, Sezgin Bingöl und Holger Münz), die mit Eigenkompositionen aufwarteten. Von den „Alten“ von „Klartext“ ein Lob zu bekommen, bedeutete für die Nachwuchsrocker natürlich Balsam. Mit zu der tollen Stimmung trugen auch die etwa 100 Fans bei, die vor der Bühne abrockten. Zum Schluss standen Mitglieder beider Bands auf der Bühne, um gemeinsam zu improvisieren.

Den Auftakt zur 19. Teuringer-Talent-Präsentation am Samstag machten drei Liedermacher, angeführt von Niko und Jakob Andresen aus Ravensburg. Der vielseitige Liedermacher, der neben cover-songs vor allem auch Spontan-Lieder präsentierte hat mit „Zeitsprung“ und Lakeside-Trevellers“ auch zwei Bands am Laufen. Und wie sein Musikerblut auf seinen Sohn Jakob übergegangen ist bewies der Neunjährige bei dem gemeinsamen Auftritt mit seinem Vater.

„Mr. Fabulous“ (Fabian Mroz) aus Kißlegg trug eigenkomponierte Liederaus dem Tierreich vor wie „Enten haben keine Ohren“ und animierte das Publikum zum Mitsingen mit seiner Version von „Lady in black“ von Uriah Heep“.

Zwischen Liedern über Frauen und schöne Erinnerungen an gemeinsame Zeiten, gab es von Ines Pfluger aus Grünkraut immer wieder „Lyrische Packungen auf die Ohren“, so wie beim Gedicht „Mars und Venus“ von Heinz Erhardt. Und dann wurde mit „Donkey Rider“ (Jonathan und Jacob Dörr, Samuel und Jonas Wäscher und Noah Rupp) aus Bergatreute gerockt. Es folgte „Young as hell“ (Simon und Mathias Trumpp, Thomas Schraff und Marius Dienel) aus Oberteuringen und Eriskirch mit australischen Volksliedern und Eigenkompositionen, wobei erstere als Hits von „ACDC“ herausstellten. E

in Klangerlebnis besonderer Art war der Auftritt von „Kahuna“ (Norbert Merk, Adrian Höger und Jones Werner)aus Kressbronn. Die drei Musiker ließen Rockklassiker von „Cream“ (Ginger Baker, Jake Bruce und Eric Clapton) als auch von „Led Zeppelin, „Black dog“ und ZZ-Top aufleben.

Für „Head Through Hole“ (Roger Stross, Roland Stross, Marc Schulte und Markus Kienle) aus dem Deggenhausertal war es nach einer zehnjährigen Pause mit Vaterwerden und Häuslebauen wieder der erste Auftritt. Dass sie aber auch gar nichts verlernt hatten, stellten sie mit Alternativ-Rock eindeutig unter Beweis.

Den Schlusspunkt einer wieder tollen Veranstaltung setzten „Aware Insane“ (Kevin Müller, Adria Woitschek, Ivo Hagenmaier, Luke Bürkner und Adrian Gsell) aus Kressbronn in neuer Besetzung mit eigenkomponierter Rockmusik.

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