Schultes besteht Bewährungsprobe am Fass

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Bürgermeister Ralf Meßmer beim Fassanstich.
Bürgermeister Ralf Meßmer beim Fassanstich. (Foto: Ruth-Maria Schwamborn)
Ruth-Maria Schwamborn

Ein Festwochenende, wie es sich die Oberteuringer und ihre Gäste nicht schöner hätten wünschen können: Strahlender Sonnenschein hat die 39. Auflage des Teuringer Sonntags begleitet.

Bereits zur Eröffnung am Samstagabend finden sich viele Besucher ein, um der Premiere des Bürgermeisters Ralf Meßmer beim Fassanstich beizuwohnen. Ein bisschen nervös sei er ja schon, da im Vorfeld schon viel Druck aufgebaut worden sei, verrät Meßmer lachend bei seiner Begrüßung. Mit sechs Schlägen, viel Applaus und ohne nachfolgende erforderliche Putzaktion meistert er den Anstich des 30-Liter-Fasses. Neben dem Bier lockt auch das herrliche Wetter am Abend viele Gäste auf den Festplatz, um bei den Klängen der Jugendkapelle unter der Leitung von Felix Amann und zu späterer Stunde der Teuringer Cover-Band „Cube“ zu feiern.

Früh raus müssen die Kleinen am Sonntagmorgen, um einen guten Platz für den Kinderflohmarkt zu ergattern. Für die Großen gilt es ebenfalls, rechtzeitig zum Frühschoppen mit der Trachtenkapelle Oberteuringen unter der Leitung von Fabian Zürn vor Ort zu sein, denn schon um 11 Uhr ist der größte Teil der Sitzplätze belegt. Dies zeigt, dass sich der Teuringer Sonntag neben dem Blütenfest als wichtige Festgröße in Oberteuringen etabliert hat und sich ebenso enormer Beliebtheit erfreut.

Auch für eine kleine Delegation aus der Schweiz ist der Termin nicht mehr wegzudenken. Aus der Partnerschaft zwischen Tübach und Oberteuringen ist eine jahrelange Freundschaft entstanden. „ Wir freuen uns jedes Jahr auf dieses Fest und kommen schon seit über 20 Jahren hierher. Morgens geht es mit dem Fahrrad auf die Fähre, und jetzt sind wir hier, um zu feiern und Freunde zu treffen“, sagt Mario Fallet vom Männerchor Tübach. Auch das ist das Geheimnis des Erfolges des Festes: die Geselligkeit mit Freunden und Nachbarn und die unermüdliche Bereitschaft und der Arbeitseinsatz der vielen Vereine und der Bauhofmitarbeiter – ohne die das Fest nicht zu meistern wäre. Dies sieht auch Mitorganisator Wolfgang Syre so. Es brauche immer ein Miteinander. Er hat in all seinen Jahren das Fest nur in positiver Erinnerung. Der Platz und die Lage haben sich bestens bewährt. Einzig der schwere Hagel vor etwa fünf Jahren ist ihm schmerzlich in Erinnerung geblieben. „Da hat man alles mühevoll aufgebaut und binnen kürzester Zeit war alles zerstört und umsonst. Das war schon grausam“, erinnert sich Syre. Doch ansonsten verliefen die Feste immer friedlich und harmonisch, ohne besondere oder schwerwiegende Vorkommnisse – und dies wünschte er sich auch für die Zukunft des Festes, denn: „Mit fast 80 Jahren darf man auch mal an Aufhören denken“, feixt Wolfgang Syre. Sein Amt gibt er nach 20 Jahren als Organisator in jüngere Hände. Seine Nachfolgern Jürgen Mehr und Max Eppler hat er bereits eingearbeitet und ihnen wertvolle Tipps gegeben. Auch Richard Denzel gibt sein Amt als Organisator nach 35 Jahren ab. Jetzt können die beiden das machen, was die zahlreichen zufriedenen Besucher und Gäste tun: sich zurücklehnen und das Fest mit all seinen Vorzügen genießen und am Nachmittag den Gesang des Männerchors und die Musik der Original Willams Musikanten auf sich wirken lassen.

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