Oberteuringen gibt höhere Förderzusage für Musikschule Markdorf

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Oberteuringen beteiligt sich künftig direkt an den Kosten der Musikschule Markdorf, nicht mehr über den Musikverein Oberteuringe
Oberteuringen beteiligt sich künftig direkt an den Kosten der Musikschule Markdorf, nicht mehr über den Musikverein Oberteuringen. (Foto: gbs)
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Der Gemeinderat Oberteuringen hat beschlossen, sich künftig stärker an der Förderung der Musikschule Raumschaft Markdorf zu beteiligen. Hierzu wird zwischen der Musikschule und den Mitgliedern des Gemeindeverwaltungsverbandes eine Vereinbarung geschlossen, die sich an den tatsächlich entstehenden Kosten orientiert.

Markdorf, Bermatingen und Deggenhausertal haben bereits in der Vergangenheit höhere Zuschüsse bezahlt als Oberteuringen. In der Rotachgemeinde wurde bislang ein fester Betrag in Höhe von 2500 Euro pro Jahr an die Musikschule bezahlt und zusätzlich Instrumentenunterricht des Musikvereins Oberteuringen unterstützt. Nicht alle Musikschüler sind Mitglieder im Musikverein und lernen ein Instrument, das in der Trachtenkapelle zum Einsatz kommt. Da der Musikverein nicht mehr für alle Instrumente Ausbildungen anbieten konnte, wurde die Ausbildung an die Musikschule in Markdorf übertragen und der Musikverein leitete den Gemeindezuschuss an die Eltern von Vereinsmitgliedern weiter.

Dadurch lagen die jährlichen Förderbeiträge von 2013 bis 2018 insgesamt zwischen 3300 und 8300 Euro bei stetig steigenden Schülerzahlen. Die Differenz zwischen Kosten und Förderung legte die Musikschule Markdorf bislang auf die Oberteuringer Schüler um. Dennoch lag das Jahresergebnis der Musikschule 2018 mit 24 000 Euro im Minus bei ebenfalls negativer Prognose für 2019. Ab 2020 soll für jedes Jahr eine Vollkostenberechnung die Grundlage für die Zuschüsse bilden und in die Haushaltsplanung einbezogen werden.

Förderberechtigte Oberteuringer Musikschüler der Musikschule Raumschaft Markdorf , das heißt Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Ausbildung bis 27 Jahre, die in Oberteuringen wohnen, sollen monatlich nicht mehr als 120 Euro selbst bezahlen müssen, momentan sind es 134 Euro. Dies würde die Gemeinde voraussichtlich rund 20 000 Euro jährlich kosten. Um etwaige Kündigungen wegen steigender Kosten aus anderen Gemeinden, die nicht dem Gemeindeverwaltungsverband angehören, finanziell ausgleichen zu können, werden für eine Übergangszeit von drei Jahren je 23 000 Euro eingeplant.

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