Kurt Fitzko entdeckt fast vergessenen Maler Ernst Grieg neu

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Kurt Fitzko entdeckt fast vergessenen Maler Ernst Grieg neu
Kurt Fitzko entdeckt fast vergessenen Maler Ernst Grieg neu

„Manche Sachen sind einem einfach bestimmt”, sagt der Hefigkofener Restaurator Kurt Fitzko. Ihm ist es ein Anliegen, den Bodenseemaler und Grafiker Ernst Grieg vier Jahre nach dessen Tod wieder aus der Versenkung zu holen. Bilder, Zeichnungen und Plakate hat Grieg hinterlassen.

Rund 20 Jahre lang sei Grieg vergessen gewesen, weiß Fitzko zu berichten. Der Restaurator Kurt Fitzko hat nun so manchen Kunstwerken des Malers neues Leben eingehaucht. Fitzko hat in den vergangenen Jahren die Lebensstationen des Künstlers zusammengetragen. In einem Bilderband – sozusagen als Nachschlagewerk angelegt – hat Fitzko Bilder, Skizzen und Radierungen des Künstlers zusammengestellt. Auch Ausstellungen sind geplant.

Der 1919 bei Baden-Baden geborene Grieg studierte nach Kriegsende Malerei und Grafik an der Kunsthochschule Basel und arbeitete zunächst als Mitarbeiter im Baseler Atelier Eidenbenz. Bald eröffnete er sein eigenes Atelier für Grafik, Werbung, Foto, Ausstellungsgestaltung und Design in Basel. Grieg, der sich vor allem im Kanton St. Gallen und Konstanz heimisch fühlte und dort viele Landschafts- und Städteansichten fertigte, zog es auch zur modernen Kunst. Zahlreiche Plakate für Ausstellungen und Veranstaltungen fertigte er an. Seine Ausdruckskraft in der Bildgestaltung sei in den späten 60er und 70er Jahren gefragt gewesen, erzählt Fitzko

Er sieht nun seine „besondere Aufgabe” darin, Griegs Erbe zu bewahren. Dafür nimmt er sich einer Vielzahl von Bildern, Skizzen und Radierungen an und restauriert sie, um den Verfallsprozess zu stoppen: „Ich möchte den Bildern wieder ihre Ausstrahlung verleihen”, sagt Fitzko.

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