Alle ziehen ein einem Strang.
Alle ziehen ein einem Strang. (Foto: ruth maria schwamborn)
Ruth Maria Schwamborn

Zum Kräfte messen der besonderen Art haben sich verschiedene Teilnehmer am Samstagmittag zum „Tauzieh-Turnier“ des SV Oberteuringen in Hefigkofen getroffen. Seit 2015 findet dieses Turnier nun zum wiederholten Male statt.

„Wir hatten keine Lust das nächste Elfmeterturnier abzuhalten, wie es schon so viele in der Gegend gibt“, so Michael Nadig von der Fußballabteilung, darum kam die Idee auf, diese Veranstaltung, die bereits vor Jahren etliche Male stattgefunden hatte, nach fünf Jahren Pause, wieder aufleben zu lassen. Das Tauziehen ist eine uralte Mannschaftssportart und diente damals als Symbol für den Kampf zwischen Gut und Böse. Aus dem Hobbysport wurde aufgrund der Anforderungen von Kraft, Ausdauer, Technik und mentaler Stärke bald eine Hochleistungssportart und war gar von 1900 bis 1920 eine olympische Disziplin.

Bei den zehn angemeldeten Teilnehmergruppen zählte hier und da auch nur der olympische Gedanke: „Dabei sein ist alles“. Bevor die Wettkämpfe stattfinden konnten, mussten die einzelnen Teams erst einmal den Gang zur Waage antreten, denn die Mannschaften definieren sich nicht über die Anzahl der Teilnehmer, sondern über ihr Gewicht. 650 Kilo dürfen hierbei nicht überschritten werden.

Was manch einen zur liebevollen Hänselei seiner Kollegen einlud, denn wer gibt schon gerne zu, die überflüssigen 70 Kilo zu viel auf der Waage zu haben? Dabei in diesem Jahr auch ein reines Frauenteam mit dem Namen „Blau am Tau“. So manch einer der vielen Zuschauer fragte sich dann auch, ob sich eine reine Damenmannschaft nicht völlig im Nachteil befindet gegenüber den anderen vorrangig männlich dominierenden Mannschaften. „Nicht unbedingt. Sie sind zwar leichter, haben aber dafür mehr Füße“, gab ein Verantwortlicher grinsend zu Bedenken. Im Prinzip kommt es aber besonders auf das vorderste Teammitglied an welches die Höhe des Taus bestimmt und das letzte Mitglied, das meist das Schwerste ist und sein Gewicht auf den Boden bringen muss. „Zimperlich sollte man auf jeden Fall nicht sein, denn am nächsten Tag klagen viele über tierischen Muskelkater und blaue Flecken vom Tau“, so Michael Nadig. Doch das schreckt viele Teilnehmer nicht ab, immer wieder mitzumachen.

So auch die Mannschaft „Lake Pullers“ aus Hödingen bei Überlingen. Sie sind nicht unbedingt auf einen Pokal aus ,obwohl es für sie einen stolzen fünften Platz vom vergangenen Jahr zu verteidigen gilt, aber sie sind wieder am Start, weil es ihnen im vergangenen Jahr soviel Spaß bereitet hatte und sie eine „Mords Gaudi“ hatten. Das Vergnügen steht sicher an erster Stelle, wenn gleich auch bei einigen Teilnehmern nach dem ersten Durchgang doch der Wettkampfgeist geweckt wurde. Nach einem packenden Duell der beiden Finalisten „Falkenblick“ und der Mannschaft „Marc-Keller-Stammtisch“ bei welchem die Mannschaft „Falkenblick“ als Sieger hervor ging, gab es für alle Teilnehmer und Gäste bei der abschließenden Party mit DJ noch viel Zeit für Spaß und Gaudi.

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