Im Stall lodert die olympische Flamme

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Renate Habermaas

Die Narrenzunft Bitzenhofen hat am Samstagabend zum berühmten Ball im Stall eingeladen und mit einem vielfältigen Programm für gute Stimmung unter den Gästen gesorgt. Viele Arbeitsstunden investierten die Narrenmitglieder, um die Verpflegung und Bewirtung auf die Beine zu stellen, aber auch um den Stall von Familie Kramer in ein Stadion zu verwandeln, gemäß dem Motto „Olympia“.

Ein Thema, bei dem es ganz schön sportlich zuging und das den Gästen das Verkleiden nicht allzu schwer machte. So traf man an diesem Abend Profiradfahrer im eng anliegenden Trikot und mit Helm, Tennisspieler, die ihren Schläger auf dem Rücken angebunden hatten, Schlittschuhläufer und eine Abteilung des russischen Synchronschwimmteams, das offensichtlich viel Spaß an der Verkleidung hatte. „Wir wollten die weiblichste aller Sportarten verkörpern“, sagten die Jungs, die in rosafarbenen Ganzkörperbadeanzügen herumliefen. Nicht zu vergessen die griechischen Göttinnen in ihren edlen, weißen Roben mit goldenem Diadem, die zusammen mit allen anderen auf den Startschuss für den Beginn der olympischen Spiele warteten.

„Das sieht Weltklasse aus“ rief Zunftmeister Stefan Amann aus und schob ein „Bitz aho“hinterher. „Lasset die Spiele beginnen“ feuerte er an. Wie bei den olympischen Spielen üblich, begannen auch hier die Spiele mit dem olympischen Feuer, das der Fackelträger in weißem Gewand humpelnd hereinbrachte. Auf die Auflösung des Humpelns mussten die Gäste bis zu einem gesonderten Programmpunkt warten, bis dahin sorgte die Band „Strum and Drum“ für gute Laune und lieferte Fasnetssongs, bei denen alle mitsingen und schunkeln konnten. Währenddessen wurde die kleine Bühne im Stall für den Auftritt der Prinzengarde vorbereitet, die unter Jubel einmarschierte. Seit November hatten die jungen Mädchen für diesen Auftritt jede Woche geprobt und ernteten nach der Darbietung zweier Tänze viel Beifall mit Pfiffen der Begeisterung.

Gute Stimmung machte sich in Olympia breit und Medaillen wurden verteilt. Nicht nur an die Prinzengarde, sondern auch an die Lumpenkapelle 32, die mit Pauken und Trompeten die Bühne füllte und ihre Lieder vorspielte. Es sollte noch ein Auftritt zusammen mit der aktuellen Lumpenkapelle folgen und ein besonderes Jubiläum: Seit 30 Jahren sind die „Bitz aho“ und die Lumpenkapelle zusammen und ziehen bei den Umzügen durch die Straßen. Ein emotionaler Moment, der durch gegenseitige Geschenke als Anerkennung und Dank bereichert wurde.

Während Martin Nägele als DJ in der Bar Fasnetshits auflegte und die Gäste bei guter Stimmung tanzten, folgte der Programmpunkt der Jugend, der für viel Erheiterung sorgte. Nun wurde endlich bei einem Sportstudio Szenario aufgelöst, warum der Fackelträger anfangs humpelte. In einem Interview erzählte er, wie er eigentlich in den Stall nach Neuhaus gelaufen ist, dass er von Stadl aus über das Ferienzentrum gelangt sei, wo er von einem Schuss getroffen wurde. Eine humorvolle Anspielung auf das tatsächliche Ereignis, bei dem ein Jäger ein Fenster traf, statt das Tier.

Nachdem Moderator Bobo Kondomo das Interview führte, erklärte der holländische Schiedsrichter den Hergang sämtlicher Pannen am Flipchart und unterhielt die Gäste, die bis spät in die Nacht im Olympiafieber verharrten.

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