FV Langenargen und SV Oberteuringen bleiben in der Kreisliga unter den eigenen Erwartungen

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Ende Oktober gelang dem FV Langenargen gegen die SGM Hege/Nonnenhorn/Bodolz einer von insgesamt drei Siegen. In der Tabelle steh
Ende Oktober gelang dem FV Langenargen gegen die SGM Hege/Nonnenhorn/Bodolz einer von insgesamt drei Siegen. In der Tabelle stehen die Langenargener damit auf dem zehnten Rang. Nicht besser steht es um den SV Oberteuringen. (Foto: christian Flemming)
Michael Vollbrecht

SV Oberteuringen und der FV Langenargen haben derzeit einiges gemeinsam – zumindest was die Probleme angeht: Beide Vereine bleiben in der Fußball-Kreisliga A weit hinter den eigenen Erwartungen zurück und drohen um den Klassenerhalt zu kämpfen statt wie ausgegeben um einen einstelligen Tabellenplatz. Passend dazu verlief das Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in Oberteuringen: Es endete 1:1, keiner Mannschaft gelang ein Befreiungsschlag aus dem Tabellenkeller.

50 Punkte war das Ziel des neuen Langenargen-Trainers Emil Pectra zur neuen Saison, nach 13 Spielen hat der FV gerade einmal 13 Punkte auf dem Konto – und dabei nur 17 Tore geschossen. „Unser Trainer wollte mit dieser Vorgabe einen Anreiz schaffen“, sagt Jürgen Ebert, der Sportliche Leiter des FV Langenargen mit einem Lachen. Von einer Krise will er jedoch nicht sprechen – obwohl zu Hause gegen beide Aufsteiger nur ein Punkt gelang. „Nein, wir haben keine Krise“, sagt er. Und auch die Trainerfrage sei überhaupt kein Thema. „Unser Trainer stand nie infrage und wird auch nicht infrage gestellt.“

Für Jürgen Ebert selbst war es ganz klar, dass die zweite Saison in der Kreisliga A eine schwierige wird, auch wenn die Trainingsbeteiligung sehr gut ist im Gegensatz zu anderen Vereinen. „Wir müssen so schnell wie möglich aus dem Tabellenkeller heraus – egal wie“. Eventuelle Neuzugänge im Winter sind momentan nicht geplant. Positiv stimmt ihn, dass die Dichte in der Kreisliga A so ist, dass man mit zwei Siegen in Folge in der Tabelle einiges gutmachen könnte. Auch die Tatsache, dass einige Spiele unglücklich ausgegangen sind zeige, dass man nicht alles negativ sehen sollte. Auf die Frage, ob der Trainer auch in der neuen Saison verantwortlich ist, sagte Ebert: „Wir setzen uns frühzeitig zusammen und werden dies dann intern besprechen.“

Ein Trainer als Rückkehrer mit Ambitionen, der nach der Niederlage am siebten Spieltag entnervt aufgab, dies alles geschah am Tag der deutschen Einheit beim SV Oberteuringen. Michael Krause wollte und konnte nicht mehr. Im Gegensatz zu Langenargen sah in Oberteuringen die Trainingsbeteiligung alles andere als rosig aus. „Wie soll eine vernünftige Trainingsbeteiligung möglich sein, wenn wir Studenten und Schichter haben?“, fragte der sportliche Leiter Hartmut Brandl. Ob die Interimslösung Julius Kleb als Spielertrainer die Saison beendet, ließ er offen. „Wir sehen uns die letzten Spiele in diesem Jahr an und setzen uns dann gemeinsam mit Julius Kleb zusammen.“

Neue Spieler werden in der Rückrunde voraussichtlich nicht zur Verfügung stehen. „Wer möchte denn schon nach Oberteuringen kommen bei diesem Tabellenplatz“, so Brandl. Was ihn positiv stimmt ist zum einen die Tatsache, dass der „Notnagel“ Julius Kleb eine sehr gute Arbeit verrichtet und dass er in seiner neuen Funktion bei seinen Kameraden akzeptiert wird. Die Zahlen sprechen für die Interimslösung: immerhin sieben Punkte in sechs Spielen bei 7:7 Toren.

Für beide Mannschaften gilt, in Anspielung auf das Lied von Xavier Naidoo, „dieser Weg wird kein leichter sein“ und sicherlich hängt auch viel davon ab, welche Mannschaften aus der Bezirksliga absteigen müssen. Nach jetzigem Stand sind Argental, Brochenzell und Achberg in akuter Abstiegsnot.

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