Fuhrmann: Die Johle hat jetzt einen Kumpel

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Schwäbische Zeitung
Michael Tschek

Die „Teuringer Johle ist erwacht. Am Freitagabend ist sie vor dem Gasthaus „Die Post“ unter den Augen vieler Oberteuringer und benachbarten Narrenfreunden aus ihrem Winterschlaf geholt worden. Bis zum Fasnetsdienstag, 9. Februar darf sie sich bei Umzügen und Veranstaltungen wieder so richtig austoben.

Die Fischbacher Schallmeien stimmte die Narrengemeinde, die es sich trotz Dauerregens nicht nehmen ließ der Inszenierung der Erweckung beizuwohnen, musikalisch ein. Und dann war auch schon die Zeit für die Johle gekommen: Aus dichten Nebelschwaden trat sie heraus und zeigte sich ihrer Anhängerschaft, die sie mit einem kräftigen „Teuringer – Johle“ nun bereits zum 23. Mal begrüßen konnte.

In den kommenden Wochen wird sie ein Stück schwäbisch-alemannischen Brauchtums verbreiten. Jetzt endlich ist die Johle aber nicht mehr alleine, denn: 22 Jahre lang führte sie ein tristes Dasein, musste immer ohne Helfer auf die Umzüge gehen. Aber das hat seit Freitagabend ein Ende. An der Seite der Johle wird nun der Fuhrmann als neuer Weggefährte mit ihr um die Häuser ziehen.

Die Idee, die neue Figur aus der Taufe zu heben, hatte Ehrenzunftmeister Heinz Heumann. Schließlich hätten die Fuhrmänner ihr in der Geschichte der Teuringer Johle den Namen gegeben, so seine Überlegung. Zusammen mit Maskenschnitzer Jogi Weiss wurde die Idee dann in die Tat umgesetzt. Entstanden ist eine freundlichen dreinblickende Maske mit grauen Augenbrauen und ebenso grauem Bart. Die Häsfarben sind mit schwarz, braun und bordeaux den Grundfarben der Teuringer Johle angepasst.

Heinz Heumann und Maskenschnitzer und Jogi Weiss stellten am Freitag den Zuschauern die neue Fuhrmannsfigur vor. Anschließend wurde bei einer Erweckungsparty noch zünftig gefeiert.

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