Erster Baustein im „Lebensraum-Campus“ ist gelegt

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Los geht’s: Mit dem Spatenstich für das „Haus der Pflege“ startet das Projekt „Lebensraum Campus“.
Los geht’s: Mit dem Spatenstich für das „Haus der Pflege“ startet das Projekt „Lebensraum Campus“. (Foto: Michael Tschek)
Schwäbische Zeitung
Michael Tschek

Für das Projekt „Lebensraum Campus“ hat die Bauherrin, Stiftung Liebenau, am Montag im Neubaugebiet „Bachäcker“ mit dem Spatenstich für das „Haus der Pflege“ den ersten Baustein gelegt. Bis August 2017 sollen dort auf zwei Etagen 45 Plätze für die Dauerpflege von Menschen entstehen, die zu Hause nicht mehr versorgt werden können.

Welche Bedeutung diesem Spatenstich in der Bachäckerstraße 9 beigemessen wird, zeigte die Präsenz zahlreicher an diesem Projekt Beteiligter. So durfte die Geschäftsführerin „Liebenau – Leben im Alter“, Stefanie Locher, als Vertreterin der Bauherrin Stiftung Liebenau Vertreter des Planungsteams, allen voran Architekt Eckhard Ernst aus Stuttgart, sowie Bürgermeister Karl-Heinz Beck mit den Ressortleitern aus der Finanz-, Bau- und Hauptverwaltung und Vertreter des Gemeinderates begrüßen.

Pflege stationär und ambulant

„Es ist mir eine große Freude, heute den ersten Baustein im Lebensraum Oberteuringen legen zu können“, sagte Stefanie Locher. Gemeinsam mit der Gemeinde hätte sich die Stiftung Liebenau als Bauherrin für ein „Haus der Pflege“ mit drei kleinen Pflege- und Wohngemeinschaften entschieden, die eine familienähnliche Atmosphäre ausstrahlen werden, meinte sie. Im Vordergrund stehe dabei die Erhaltung der Lebensqualität auch im hohen Alter. „Unsere Betreuungsangebote werden sich an den Bedürfnissen der jeweiligen Bewohner orientieren“, stellte sie heraus. Soll heißen: Die Stiftung wird ihre Erfahrungen, Erkenntnisse aus der Pflegewissenschaft sowie neue Betreuungskonzepte für Menschen mit einer demenziellen Erkrankung mit einbringen.

Zusätzlich soll in allen Einrichtungen das Autonomiekonzept eingesetzt werden, das bedeutet, dass die Mitarbeiter im Alltag ihr Handeln ständig zwischen Fürsorge und Autonomie abwägen würden. Besonders hob sie dann noch hervor, dass in dem „Haus der Pflege“ ein zusätzlicher ambulanter Stützpunkt entstehen soll, in dem ambulante Leistungen für ältere Menschen in Oberteuringen angeboten werden.

Auf dem „interessanten Planungsweg“ hätte man jetzt schon ein Stück hinter sich gelassen, meinte Bürgermeister Karl-Heinz Beck. Bereits im Juni soll der nächste Spatenstich für das Campus-Gebäude folgen, kündigte der Schultes an. „Ich bin überzeugt davon, dass wir ein gutes Projekt auf den Weg bringen“, sagte Beck. Architekt Eckhard Ernst sprach von einem einzigartigen Vorhaben, das es in seinem Umfeld so noch nicht gegeben habe.

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