Sie stellten die Analyse der Bürgerbefragung vor (von links): Steffen Niehues (Stadtplaner Büro Reschl), Richard Reschl (Stadten
Sie stellten die Analyse der Bürgerbefragung vor (von links): Steffen Niehues (Stadtplaner Büro Reschl), Richard Reschl (Stadtentwicklungsbüro Reschl), Bürgermeister Ralf Meßmer und Philipp König (Stadtentwicklung Büro Reschl). (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Die Auswertung der Bürgerbefragung ist auf der Seite der Gemeinde Oberteuringen einzusehen:

www.oberteuringen.de

Die Veranstaltung ist am kommenden Mittwoch von 18 bis 22 Uhr in der Mühle Oberteuringen mit Diskussionsrunde und Gruppenarbeit.

In Oberteuringen ist fast alles im orangenen Bereich – „und das ist gut so“, sagt Richard Reschl vom Stuttgarter Stadtentwicklungsbüro zur Begrüßung der Bürger im Saal der Gaststätte Post. Denn die orange eingefärbten Ergebnisse auf der Präsentation sprechen für die Zufriedenheit der Bürger. Mitarbeiter des Büros Reschl haben am Mittwochabend die Ergebnisse der vorangegangenen Bürgerumfrage präsentiert.

Bei der Umfrage wurden sowohl allgemeine wie detaillierte Fragen zur Aufenthaltsqualität und zu Angeboten der Gemeinde gestellt. Das Fazit: Die Teuringer Bürger unterschiedlicher Altersgruppen und Ortsteile der Gemeinde sind zufrieden. Dennoch gibt es die ein oder andere Kritik: Wohnungsbauentwicklung, Mittagsbetreuung in der Schule, Radwege, ÖPNV und Jugendangebote sind dabei wichtige Themen.

„Wir sind uns dieser Baustellen bewusst“, sagt Bürgermeister Ralf Meßmer im fast voll besetzten Saal der Post. Insbesondere das Ganztagesangebot in der Schule sei bereits ein wichtiges Thema im Gemeinderat und das dort ein An- beziehungsweise Ausbau nötig sei, sei keine Frage mehr. Er bedankte sich für die rege Teilnahme, auch an der vorangegangenen Bürgerbefragung, die mit einer Rücklaufquote von 46 Prozent ausgesprochen hoch ausgefallen sei.

Das bestätigt Philipp König vom Büro Reschl. „Diese Umfrage steht repräsentativ für die Gemeinde.“ Er hat die Ergebnisse ausgewertet und in einer Präsentation zusammengefasst. Offenbar schätzen die Teuringer den dörflichen Charakter der Gemeinde. Ein Ergebnis das in allen Altersgruppen ähnlich hoch ausfiel. 97 Prozent der Befragten sehen dies als das besondere Merkmal ihrer Gemeinde und wollen diesen Charakter zukünftig erhalten wissen.

Das müsse insbesondere bei der Frage nach der künftigen Wohnbebauung berücksichtigt werden. „Hier möchten manche einen Baustopp und andere mehr bezahlbaren Wohnraum“, sagt König. In erster Linie sei das Bild der Gemeinde von Einfamilienhäusern und weniger von einer Mehrfamilienbebauung geprägt. Im Bereich des seniorengerechten Wohnens habe die Gemeinde schon einiges geleistet.

Weitere Themenfelder zu denen die Teuringer befragt wurden sind beispielsweise Soziales, Mobilität, wirtschaftliche Entwicklung sowie Wünsche für die Zukunft. Wie soll Oberteuringen 2035 aussehen? Die Teuringer nannten den Ausbau des Radwegenetzes, eine bessere Taktung des Öffentlichen Personennahverkehrs, mehr Sportangebote, der Erhalt des dörflichen Charakters, Ausbau- beziehungsweise Renovierung der Spielplätze, aber auch Ideen wie ein eigenes Freizeitbad, der Wunsch nach einer Drogerie und mehr Gastronomie im Ort.

Mit dem Abschluss der Analyse beginnt der Dialog mit den Bürgern. Die gut 200 anwesenden Bürger waren nach der Präsentation aufgefordert ihre Wünsche zu den einzelnen Themenfeldern aufs Papier zu bringen. Diese überschnitten sich in vielerlei Hinsicht mit den Wünschen der Bürgerbefragung, auch wenn die Äußerungen detaillierter formuliert wurden. Bei der Ferienbetreuung für Schulkinder berufstätiger Eltern wurde um eine realistische Umsetzung gebeten, sprich bezahlbar und auch lang genug, damit man seiner Arbeit nachgehen könne. Der Ausbau von Mehrgenerationshäusern wurde gewünscht oder die Nutzung erneuerbarer Energien im öffentlichen Raum sollten künftig berücksichtigt werden.

Die Wünsche werden nun vom Büro Reschl aufgenommen und zusammengefasst. Am kommenden Mittwoch, 17. Oktober, geht es in die zweite Runde des Bürgerdialogs mit Arbeitsgruppen zu unterschiedlichen Themen, deren Ergebnis dem Gemeinderat im Anschluss präsentiert wird. Danach fassen die Stadtentwickler die Ergebnisse zu einem Konzept zusammen. Über die Umsetzung der Maßnahmen wird letztlich der Gemeinderat entscheiden.

Die Auswertung der Bürgerbefragung ist auf der Seite der Gemeinde Oberteuringen einzusehen:

www.oberteuringen.de

Die Veranstaltung ist am kommenden Mittwoch von 18 bis 22 Uhr in der Mühle Oberteuringen mit Diskussionsrunde und Gruppenarbeit.

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