Ein Fest zu Ehren des Namenspatrons St. Martin

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Leona Remler

Die Tage werden kürzer, und der Dezember rückt immer näher. Bevor jedoch Advent gefeiert wird, steht im frühen November ein fester Termin im Kalender des Kirchenjahres: der Martinstag. Zu diesem Anlass hat sich die Kirchengemeinde Oberteuringen am Sonntag in der Kirche Sankt Martinus versammelt und ihren Namenspatron im Vorfeld des 11. Novembers geehrt.

In einer festlichen Eucharistiefeier trafen sich Jung und Alt in den Kirchenschiffen und Pfarrer Reinhard Hangst eröffnete den Vormittag. Stimmungsvoll begleitete der Kirchenchor von der Empore herunter den Gottesdienst und schaffte durch Beiträge der Messe brève No. 7 in C von Charles Gounod eine festliche Atmosphäre. Werner Kramer aus Bitzenhofen freute sich über diese musikalische Unterstützung: „Das Fest ist schön, besonders toll war der Chor. Bei solch einer Veranstaltung zählt nun mal die Gemeinschaft.“

Und genau diese fand daraufhin im St.-Martinus-Haus statt: „Ich lade sie herzlich auf gutes Essen, Trinken und Zusammensein ein“, ließ Pfarrer Hangst die Eucharistiefeier ausklingen und bat zu Frühschoppen mit anschließendem Mittagessen, Kaffee und Kuchen. Gegen eine kleine Spende freuten sich die etwa 120 Gäste über eine große Auswahl am Kuchenbuffet. Der Erlös wird wie jedes Jahr für einen wohltätigen Zweck gespendet. Doch wer sich dieses Mal darüber freuen dürfe, sei noch nicht bekannt, erklärt Kirchengemeinderatsmitglied Jochen Elbs.

Pfarrer freut sich über Projekte

In seinem Jahresrück- und Ausblick, eingeleitet durch die Worte des Vorsitzenden des Kirchengemeinderats, Konrad Schütterle, resümierte Elbs das vergangene Kirchenjahr. Er freute sich über die Renovierung des Außenbereichs des Kindergartens im nächsten Jahr, grübelte aber auch über die kommende Kirchengemeinderatswahl nach, die noch dringend Kandidierende sucht. Doch davon ließ sich Elbs nicht aufhalten, den Nachmittag mit Freunden und Bekannten zu genießen. Ein ehrenamtliches Team war für die Bewirtung zuständig und wuselte zwischen den Tischen und Stühlen hin und her.

Das St. Martinusfest ist in Oberteuringen feste Tradition, so kann sich Konrad Schüttele nicht an die Debütveranstaltung erinnern. Vor mehr als 30 Jahren ist er zugezogen, und schon damals traf man sich alljährlich zum gemeinsamen Feiern des Namenspatrons.

Pfarrer Reinhard Hangst ist besonders glücklich, in Oberteuringen Pfarrer zu sein. Genau wie der heilige Martin von Tours – der Schutzpatron der Armen – stehe die Gemeinde hinter karitativen Projekten. Im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“ blickte er stolz auf angegangene Projekte, wie die Integration im Kindergarten und in der Schule, sowie das Konzept des Hauses am Teuringer. „Mich freut es sehr, als neuer Pfarrer solch zukunftsweisende Umgangsformen zu sehen“, erzählte der seit acht Monaten in der Kirchengemeinde tätige Reinhard Hangst.

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