Die Wehr hat schnell alles unter Kontrolle

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Michael Tschek

Viele Teuringer Bürger haben am Samstag ihre Feuerwehr nicht nur hautnah erleben dürfen, sondern sich auch von ihrem ruhigen, routinierten Vorgehen am Einsatzort überzeugen können. Als Übungsobjekt für die Jahreshauptübung hatte sich die Wehr mit der Firma Wielath, Toren, Türen, Fenster GmbH im Gewerbegebiet Neuhaus einer besonderen Herausforderung gestellt. Seine Feuertaufe hatte dabei das neue Löschfahrzeug LF 10, das kurz zuvor im Hof der Mühle feierlich seiner Bestimmung übergeben worden war.

Die Größe der Halle erforderte nämlich einen gebündelten Einsatz von Kräften. 45 Einsatzkräfte waren an der Übung beteiligt, wobei die Teuringer Wehr durch die Abteilun Friedrichshafen mit der Drehleiter sowie den Rettungsfahrzeugen der gemeinsamen Schnelleinsatztruppe des DRK und den Johannitern Friedrichshafen unterstützt wurde.

Als Übungsziele wurden die Personenrettung, Bildung einer gemeinsamen Einsatzleitung, das Absuchen des Objektes zur Menschenrettung und die Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte definiert. Folgendes Szenario wurde vorgegeben: Vermutlich der technische Defekt einer Tischkreissäge hatte ein Feuer im Werkstattbereich des Obergeschosses ausgelöst. Durch die in der Werkstatt befindlichen Sägespäne kam es zu einer Verpuffung, wobei ein Mitarbeiter an der Säge bewusstlos zusammengebrochen war. Ein Auszubildender konnte sich in einen kleinen Raum zurückziehen, wodurch ihm aber der Fluchtweg ins Erdgeschoss abgeschnitten worden war.

„Wasser stopp“ nach 45 Minuten

Kurz nach der Alarmierung traf schon das neue Löschfahrzeug LF 10 als Erstes am Einsatzort ein, sehr zur Freude der zahlreichen Zuschauer, die es zum ersten Mal zu Gesicht bekamen. Nach kurzer Einweisung in die Örtlichkeit durch den Firmeninhaber Wielath koordinierte Einsatzleiter Thomas Riether die inzwischen ebenfalls eingetroffenen Fahrzeuge von Feuerwehr, DRK und Johanniter. Während sich das Drehleiterfahrzeug der Abteilung Stadt an der Seitenfront des Gebäudes in Position gebracht hatte, begann von der Front her das Vorgehen der Einsatzkräfte mit schwerem Atemschutzgerät. Bereits nach zehn Minuten konnte die erste Person im Gebäudeinnern lokalisiert und nach draußen gebracht werden, wo sie den Rettungskräften des DRK übergeben wurde. Auch die Bergung der zweiten Person mittels Fluchthaube dauerte nicht mehr lange. Nach knapp 45 Minuten hieß es dann „Wasser stopp – Übungsende“. Für die Zuschauer, die ihre Wehr hautnah erleben durften, kommentierte Björn Hussal den gesamten Übungsablauf.

Bei der anschließenden Manöverkritik im Kulturhaus „Mühle“ sprachen sowohl der stellvertretende Kreisbrandmeister Peter Schörkhuber als auch Oberteuringens Kommandant Alexander Ammann und Bürgermeister Ralf Meßmer von einem „erfolgreichen Verlauf“ der Übung. In der sehr anspruchsvollen Übungslage sei das Zusammenspiel aller beteiligten Kräfte „sehr gut gewesen“, meinte Schörkhuber dazu. Über eine „gelebte Zusammenarbeit“ der eingesetzten Kräfte von Feuerwehr, DRK und Johanniter freute sich Alexander Amann. Die Teuringer Feuerwehr sei als Mannschaft „toll aufgetreten“, sagte der Bürgermeister. Eine kleine Kritik merkte er allerdings doch noch an. Es war weniger eine Kritik, sondern vielmehr ein Ratschlag, den er von den Zuschauern, insbesondere von den Kindern, übermittelte: „Die Zuschauer wünschen sich, dass mehr gespritzt wird“, so Meßmer.

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