Alle machen mit: Rudelsingen-Premiere in der Mühle

Lesedauer: 4 Min

Gabriel Bukarz, Gregor Panasiuk und Thomas Lorenz (von links) machen die Besucher zu Singstars: „Die Leute sind glücklich dabei
Gabriel Bukarz, Gregor Panasiuk und Thomas Lorenz (von links) machen die Besucher zu Singstars: „Die Leute sind glücklich dabei, wir sind glücklich.“ (Foto: Renate Habermaas)
Renate Habermaas

Thomas Lorenz, Gabriel Bukarz und Gregor Panasiuk haben als „Team Bodensee“ am Freitagabend bei der Rudelsingen-Premiere in der Mühle den ganzen Saal zum Singen gebracht und für schöne musikalische Stunden gesorgt. Mit einer großen Bandbreite an Songs von Udo Jürgens „Ich war niemals in New York“ über „All My Loving“ von den Beatles bis hin zu „Born to be Wild“ und dem „Lied der Schlümpfe“ sangen die Besucher alles mit.

Die drei Vollblutmusiker auf der Bühne leiteten im Gesang an und erklärten, wie das von David Rauterberg erfundene Rudelsingen funktioniert: „Man singt im Stehen“, nannte Thomas Lorenz die wichtigste Regel. Das Publikum begann wie in einem gemeinsamen Karaoke einfach mitzusingen und wurde in den Musikrausch der drei Musiker hinein gezogen, die mit ihrer Musizier -und Gesangsfreude den ganzen Saal ansteckten und zum Singen motivierten. Gabriel Bukarz, mal an der Violine, mal am Mikrofon als Hauptsänger, ein Musiker, der Gesang und Violine studiert hat, leitete mit seiner Stimme die Sänger aus dem Publikum an, während Gregor Panasiuk mit seinem Piratentuch auf dem Kopf und einem stets verschmitzten Lächeln kräftig auf die Saiten seiner Gitarre schlug. Thomas Lorenz bewährte sich als charmanter Ansager und spielte neben Bass oder Gitarre auch mit den Füßen zwei kleine Schlaginstrumente.

Pfiffe der Begeisterung aus dem Publikum kamen bald und zeigten die Freude, die die Besucher beim Singen hatten. Das Erleben des gemeinsamen Singens war für viele neu, weil sie das erste Mal beim Rudelsingen dabei waren, aber die Begeisterung über den Spaß dabei ließ das Publikum immer mutiger werden. „Ihr seid richtig gut“, lobte auch Thomas Lorenz nach „Über den Wolken“ von Reinhard Mey. Beim „Lied der Schlümpfe“ waren die Besucher gesanglich gefordert, denn jetzt wurden Männer und Frauen mit unterschiedlichen Gesangspartien aufgeteilt. Tina und Steffi aus Oberteuringen hatten viel Spaß beim Rudelsingen: „Dadurch, dass viele mitsingen, hat man keine Hemmungen selber mitzusingen“, meinten sie. Und musikalisch sei für jeden etwas dabei.

„Singen befreit und macht glücklich“, sagte auch die Seniorin Doris von Malm aus Ittendorf, die auch das rockigere „Born to be wild“ mitsang. Offensichtlich kennt Singen keine Altersgrenze, auch an diesem Abend nicht. Ehepaar Broghammer war aus Donaueschingen angereist, um das Rudelsingen zu erleben und mochte das Ungezwungene bei der Veranstaltung, bei der man frei heraus singen konnte, ohne Angst vor möglichen Fehlern zu haben.

„Mit jedem Auftritt macht es mehr Spaß“, verriet der Gitarrist Thomas Lorenz und das Team räumte erst nach drei Zugaben die Bühne.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen