Sozialprojekt Bürgerbus fährt auf der Erfolgsspur

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Bürgerbus fährt auf der Erfolgsspur
Bürgerbus fährt auf der Erfolgsspur (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Der vor einem Jahr gegründete Bürgerbus Neukirch hat seine Feuertaufe bestanden, fährt auf der Erfolgsspur. Bei der ersten Mitgliederversammlung des Vereins berichtete Vorsitzender Alexander Mayer davon, dass „der Bus in Neukirch endgültig angekommen ist“. Er sprach von deutlich steigenden Fahrgastzahlen, von einem stabilen und zuverlässigen Fahrdienst und von einer gesicherten Finanzierung des Neukircher Sozialprojekts. Vor allem aber: „Wir haben viele glückliche und sehr dankbare Fahrgäste.“

Die Stimmung bei der Mitgliederversammlung im Neukircher TSV-Heim war getragen von einem „Resümee, das sich durchaus sehen lassen kann“. Im ersten Betriebsjahr transportierte der behindertengerecht umgebaute VW Caddy 208 Neukircher Bürger. Bei 91 Einsatztagen legte das Auto 5300 Kilometer zurück. Den Fahrdienst bewältigen rund 20 ehrenamtlich tätige Fahrer. Der Verein hat mittlerweile 148 Mitglieder.

Dreh- und Angelpunkt des Fahrdienstes ist Disponentin Beate Gauggel. Sie stellt die Einsatzpläne zusammen, koordiniert mit „viel Engagement und Herzblut“, so Vorsitzender Alexander Mayer, die Fahrer. Mayer bedankte sich für den unermüdlichen Einsatz der Disponentin und er sprach allen, die sich in das „Wir-Projekt“ Bürgerbus einbringen, die „das rollende Sozialprojekt unserer Gemeinde mit Leben erfüllen“ mit herzlichen Worten seinen Dank aus, verbunden mit der Hoffnung, dass der Caddy „weiterhin auf der Erfolgsspur bleibt.“

„Steig ein, fahr mit!“: Mit diesem Motto richtet sich der Neukircher Verein an Senioren sowie Menschen mit Behinderung, die in der Weite des ländlichen Raums zur Bewältigung ihres Alltags dringend auf mobile Hilfen angewiesen sind. Und da gebe es, wie sich zeige, großen Bedarf.

Nach Worten von Alexander Mayer fährt der für seine Nutzer kostenlose Bus aus mehreren Gründen auf der Erfolgsspur. Vor allem deshalb, weil der Bus bedarfsorientiert unterwegs ist. Sprich, er holt seine Fahrgäste nach der Anmeldung am Haus ab und bringt sie auf Wunsch auch dorthin wieder zurück. Es gibt kein Warten an einer Bushaltestelle, kein Schleppen der vollen Einkaufstaschen von dort bis nach Hause. Programmatisch ist dabei die individuell angepasste Begleitung beziehungsweise Unterstützung der teils hoch betagten Fahrgäste.

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