Schöne Stimmen begeistern in der Kirche

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„Jede Stimme darf brillieren“, sagt Susanne Wesselsky. Von links: Jürgen Jakob (E-Piano), Kornelia Hembach (Sopran), Silke Treum
„Jede Stimme darf brillieren“, sagt Susanne Wesselsky. Von links: Jürgen Jakob (E-Piano), Kornelia Hembach (Sopran), Silke Treumann (Mezzosopran), Susanne Wesselsky (Sopran), Heike Ihler (Alt), Christina Maria Lerch (Mezzosopran) und Julia Küpfer-Hilgarth (Koloratursopran). (Foto: Annette Rösler)
Annette Rösler

Einen besonderen Hörgenuss haben die geschulten Stimmen des Klassik-Ensembles Susanne Wesselsky ihren Zuhörern am Samstagabend in einem vorweihnachtlichen Konzert in der vollen Pfarrkirche St. Martin in Goppertsweiler geboten.

Das sechsköpfige Ensemble sang, begleitet von Jürgen Jakob am Klavier, bekannte Weihnachtslieder, sakrale Lieder, Volkslieder sowie Stücke aus Opern. Die Leiterin des Ensembles, Susanne Wesselsky, hat Musik und Gesang studiert und kann auf eine Karriere als Opernsängerin und Musikpädagogin blicken. 2002 gründete sie ihre eigene private Gesangsschule und 2008 das Klassik-Ensemble. Aus ihrer Schule sind viele erfolgreiche Sängerinnen und Sänger hervorgegangen. „Guten Abend, schönen Abend, es weihnachtet sehr“, mit diesem schwungvoll und stimmgewaltig interpretierten Volkslied begann das Konzert.

Nach „Leise rieselt der Schnee“ folgte das Duett „Lieb Nachtigall wach auf“ mit Silke Treumann und Christine Maria Lerch, noch recht „neuen“ Schülerinnen, die ihre „Feuerprobe“ an diesem Abend bestanden. „Sie dürfen gern klatschen, auch wenn wir in der Kirche sind, wir können dann kurz durchatmen“ sagte Susanne Wesselsky. Das Ensemble bot mit 18 Liedern ein umfangreiches Repertoire, das auch dementsprechend anstrengend für die Sängerinnen war. Gänsehaut-Feeling löste „Ave Maria“ von Guilio Caccini aus, bei dem die einzelnen verschiedenen Stimmen besonders gut zur Geltung kamen, zu hören auch bei Stücken von César Franck, Max Reger und Camille Saint-Saëns.

Da es bei einem Ensemble keinen Dirigenten gibt, ist Eigenverantwortlichkeit und Kompetenz gefragt. „Jede Stimme darf brillieren, so lange nehmen sich die anderen zurück“, so Susanne Wesselsky. Auf ein Solo von Sopranistin Kornelia Hembach folgte Susanne Wesselsky mit Duettpartnerin Heike Ihler, sie sangen „Ave maris stella“ von J. G. Rheinberger. Die zierliche Julia Küpfer-Hilgarth begeisterte mit ihrer enorm beweglichen Sopran-Stimme in „Das Christkind“ von Peter Cornelius und dem anspruchsvollen Stück „Et incarnatus est“ von Mozart. Heike Ihler aus Tettnang sang „Am Heiligen Abend“ von Clara Faist, ein Lied, in dem ein weiteres bekanntes Weihnachtslied „versteckt“ war, das Jürgen Jakob sanft mit seinem Klavierspiel als „Stille Nacht“ herausfand. Großartig auch „Der Christbaum“ von Peter Cornelius mit Solistin Susanne Wesselsky. Gemeinsam gab es „Laudate pueri“, ein sensationelles Stück von Mendelssohn Bartholdy und zum Abschluss lebhaft und übermütig „La Fede“ von Gioachino Rossini. Ein langanhaltender, begeisterter Applaus für die Künstlerinnen folgte dann direkt im Anschluss. Mit viel Freude durften die Zuhörer dann ganz zum Schluss „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Alle Jahre wieder“ zusammen mit dem Ensemble singen.

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