Projektwochen mit Vielfalt

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 Gar nicht so einfach mit den Glasuren, wenn die Frosch- oder Quallenfarbe stimmen soll. Schulleiterin Simone Fuoß-Bühler weiß w
Gar nicht so einfach mit den Glasuren, wenn die Frosch- oder Quallenfarbe stimmen soll. Schulleiterin Simone Fuoß-Bühler weiß wie's geht. (Foto: oej)
Olaf E. Jahnke

„Ein bisschen aufpassen und begleiten muss man schon“, sagt Lena Schmidt, die die Ton- und Töpferkunst an Neukirchs Grundschule seit Jahren begleitet, „gerade beim Brennen – aber letztlich entscheiden die Kinder über das was und wie“. So entstehen prächtige kleine Kunstwerke, Frösche, Lurche, Kröten oder auch Quallen, einschließlich bunter Glasur. „Welche Glasurfarbe nimmt man am besten für Quallen“, rätseln zwei Viertklässlerinnen. Schulleiterin Simone Fuoß-Bühler kennt die beste Mischung für die passende Glasur. Dann stimmen alle mit in den Froschkanon ein: „Heut ist ein Fest bei den Fröschen am See...“.

In Kombination mit Notebooks und vielen kreativen Ideen entstehen drei Animationsfilme in der Projektgruppe „Film“. Lehrerin Tamara Sennhauser bestätigt: „Das Projekt war so von den Kindern gewünscht und vorgeschlagen – und mittlerweile machen sie vieles ganz ohne Hilfe“. Zahlreiche Aufnahmen werden mit dem Notebook gemacht, dann mit einem Programm entsprechend hintereinander montiert. Und eine fantasievolle Vertonung gibt es auch noch. Eine Gruppe hat mit „Das große Missverständnis“, die Geschichte einer Romanze im Eiscafé verfilmt. Bei einem anderen animierten Film spielt ein „Keks“ die Hauptrolle. „Alarm für Cobra 11“ heißt ein weiterer Titel, bei dem, nicht ganz unerwartet, etliche Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

Erste Hilfe und Feuer

Weitgehend ohne Elektronik, ausgenommen das Thema Geocaching, sind die Sportprojektler mit Mountainbikes im Wald an mehreren Tagen unterwegs. Die Gruppe „sportlich unterwegs“ wird geleitet von Grundschülervater Manuel Wirth und begleitet von Sportlehrerin Doreen Ogger.

In der „Sommerküche“ der Schule zaubert eine Gruppe „Leckeres mit vielen frechen Früchten“ unter der Leitung von Cornelia Schupp von „Bewusste Kinderernährung“ (BeKi), einer Organisation im Auftrag des Ministeriums für Ernährung und ländlichen Raum.

Das beliebte Projekt „Erste Hilfe“ setzt sich an den Projekttagen mit lebensrettenden Fragen auseinander. Und die werden gleich praktisch geübt, zum Beispiel mit einem Übungstorso. Das Messgerät zeigt, hier muss für eine funktionierende Herzdruckmassage ordentlich und lange gedrückt werden. Das ist nicht unanstrengend. Lehrerin Jasmin Wiesmann unterstützt Erste-Hilfe-Ausbilder Jakob Habel vom Malteser Hilfsdienst bei verschiedenen Erste-Hilfe-Übungen, und verschiedenen Themen von der Schocklage bis zum Kopfverband.

Draußen sind derweil allerlei Dinge mit kleinen Fluggeräten bei der Projektgruppe „Fluggeräte – warum fliegt...?“ passiert. „Erfolgreich und spannend“, bilanziert Lehrerin Katja Petersen, „und im Zeppelin-Museum waren wir auch schon.“ Die Einheit „Feuer“ beim Projekt „Vier Elemente“ muss wohl auch spektakulär gewesen sein – allerdings schon zu Beginn des Projekttags, „ein echter Burner“, wie Lehrerin Christine Lenz begeistert erläutert. Aber gut angekommen sind wohl auch Wasser, Luft und Erde als Themen.

Insgesamt werden vier Tage in zwei Wochen an der Grundschule vor den Ferien mit Projektarbeit gefüllt. Schließlich sollen viele der Projektarbeiten auch beim Schulfest am 20. Juli vorgeführt und gezeigt werden. Die Erstklässler sind bei den Projekttagen noch nicht dabei. Dafür sind sie, wie Lehrerin Christina Geiger berichtet, seit Ostern mit der Vorbereitung des Theaterstücks zur Begrüßung der nächsten Erstklässler beschäftigt. Man darf gespannt sein, was am Schulfest so alles zur Aufführung oder Ausstellung kommt. Sicher mit dabei wird auch wieder der Froschgesang sein.

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