Probleme und Hoffnungen Sloweniens

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Die Teilnehmer beiten beim Weltgebetstag der Frauen zusammen.
Die Teilnehmer beiten beim Weltgebetstag der Frauen zusammen. (Foto: rb)

Alljährlich am ersten Freitag im März versammeln sich Menschen aus aller Welt zum Weltgebetstag der Frauen. Auch die Seelsorgeeinheit Argental reihte sind in diese Gebetsgemeinschaft ein und so folgten 39 Frauen und ein Mann der Einladung ins Ge-eindehaus St. Silvester in Neukirch.

Partnerland war in diesem Jahr Slowenien. Christinnen aus diesem Land haben den Gottesdienst vorbereitet. Er stand unter dem Motto „Kommt, alles ist bereit. Es ist noch Platz.“ In der Mitte war ein großer Tisch aufgebaut, auf den landestypische Gaben gelegt wurden: Brot, als Zeichen der Gastfreundschaft, Potica, ein traditioneller Hefekuchen mit Nuss, Mohn oder Estragon, eine Bibel, ein Rosmarin- und ein Lavendelstock, Honig, aus dem Lebkuchenherzen gebacken werden sowie Wein und Trauben, typisch für den Weinanbau aber auch Hinweis auf die Alkoholprobleme im Land, heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Neben Gebeten und Liedern kamen auch Frauen zu Wort, die von ihren Problemen im Land berichteten. So waren religiöse Menschen Ende des Zweiten Weltkriegs Bürger zweiter Klasse und hatten Probleme mit Studium und Arbeitssuche. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stelle Frauen vor Herausforderung.

Als Zeichen der Solidarität wurden im Gottesdienst auch Geldspenden eingesammelt. Das Kolektenergebnis trägt zur Unterstützung von Projekten in Kolumbien und in Slowenien bei. In Kolumbien wird die Siftung „Nydia Erika Bautista “ unterstützt. Sie berät und begleitet Familienangehörige von verschwundenen Personen und leistet juristischen Beistand. In Slowenien wird die Organisation Ključ („Schlüssel“) unterstützt, eine Anlaufstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind.

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