Pfarrer Reinhard Hangst nimmt Abschied

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Über das Kuchenherz mit "Ich mag Dich so" hat sich Pfarrer Reinhard Hangst wohl besonders gefreut.
Über das Kuchenherz mit "Ich mag Dich so" hat sich Pfarrer Reinhard Hangst wohl besonders gefreut. (Foto: oej)
Olaf E. Jahnke

Nachdem er schon in verschiedenen Orten und Einrichtungen zu Verabschiedungen eingeladen war, ist Pfarrer Reinhard Hangst am Mittwoch, nach der Veranstaltung in Obereisenbach, ins Neukircher Schulfoyer eingeladen gewesen. Dort erwarteten ihn die Grundschülerschar, Schulleiterin Simone Fuoss-Bühler sowie das Lehrerkollegium, Vertreter der Eltern und der Kita.

Die Ständchen von der Bläserklasse fielen besonders rührend aus, und ein Lied mit Geschenkübergabe wurde dann richtig emotional – für alle Beteiligten. Mit „Ich schenk’ dir einen Regenbogen“, überreichten Schüler kleine rührende Gaben, von Seifenblasen über Luftballons bis zum Kuchenherz, auf dem „Ich mag Dich so!“ stand. Pfarrer Hangst freute sich – blies Seifenblasen, lies einen Ballon hüpfen und war sichtlich gerührt. Außer den kleinen Geschenken, die jeweils überbracht wurden, trugen sechs Kinder auch noch ein Dankesgedicht vor.

Er hat Spuren hinterlassen

In einer kurzen Dankesrede hob Schulleiterin Fuoss-Bühler hervor, dass das lange Wirken des beliebten Geistlichen Spuren hinterlassen habe. Gerne habe man das Angebot einer wöchentlichen Andachtsstunde genutzt. Auch beim Religionsunterricht habe man bestens zusammengearbeitet.

Der sei „streng, aber lustig“ gewesen, war die Bewertung einer Schülerin. Immerhin über 550 Taufen habe er in den Jahren vornehmen dürfen, beantwortete Hangst die Frage der Schulleiterin nach den Segenszeremonien.

Die zahlreichen anderen Gelegenheiten könne er gar nicht aufzählen. Hangst bedankte sich in seiner Abschiedsrede in der Schule: „Es war mir jedes Mal eine Freude in Eure jungen fröhlichen Gesichter zu schauen.“ Er lobte auch die langjährige gute Zusammenarbeit – durchaus auch unter ökumenischen Aspekten, denen gerade mehr Bedeutung eingeräumt werden sollten. Hier habe man eine wohltuende gemeinsame Zusammenarbeit umsetzen können. Sein Nachfolger, der im Herbst kommen soll, werde das hoffentlich weiterführen. Mit einem Segenswunsch verabschiedete sich Pfarrer Hangst dann offiziell von den Neukircher Schülern und Lehrern.

Persönlich, so schilderte Pfarrer Hangst im kurzen Pressegespräch, habe er viele erfreuliche Erfahrungen gemacht. Und kleine Erfolge trügen auch dazu bei: „So freut es einen natürlich, wenn die größten Spitzbuben zur Beichte kommen.“ Emotional seien die zahlreichen Abschiede schon immer wieder. Jedoch helfe ihm, dass er daran glaube, hier einer göttlichen Bestimmung zu folgen. Deswegen werde er nach einer Erholungsphase für die körperliche und geistige Gesundheit am neuen Seelsorgeverband Ailingen-Ettenkirch-Oberteuringen ebenfalls sein Bestes geben. Außerdem, bilanzierte der langjährige leitende Pfarrer der Seelsorgeeinheit Argental, selbst wenn er sich das alles nicht ausgesucht habe: „Ich würde das meiste gerne wieder so machen.“

Abschiedsgottesdienst am 2. Juni

Zur Verabschiedung von Pfarrer Reinhard Hangst findet am Sonntag, 2. Juni, in Laimnau eine Eucharistiefeier statt. Das Programm: 9.30 Uhr Aufstellung der Vereine und Fahnenabordnungen am Peter-und-Paul-Platz, gemeinsamer Zug mit Spielmannszug, Musikverein und Bürgerwehr zum Kirchenvorplatz. Einzug in die Kirche.

10 Uhr Eucharistiefeier mitgestaltet vom gemeinsamen Chor der Kirchengemeinden und dem Musikverein Laimnau. Am Ende des Gottesdienstes werden verschiedene Grußworte gesprochen. Anschließend Stehempfang bei gutem Wetter auf dem Kirchenvorplatz, sonst in der Argentalhalle

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