Neukircher Hexen feiern 40. Geburtstag

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 Gut gelaunte Neukircher Geburtstagshexen beim Jubiläums-Gruppenbild.
Gut gelaunte Neukircher Geburtstagshexen beim Jubiläums-Gruppenbild. (Foto: olaf e. Jahnke)
Olaf E. Jahnke

Der Narrenverein Holagi feiert Geburtstag. Am Freitagabend haben die versammelten Mitglieder die Neukircher Mehrzweckhalle fast gefüllt. Die größte Gruppe waren die Geburtstagskinder selbst, die Neukircher Hexen. Geburtstagsgäste und Eröffnungsmusiker waren die Mexikaner alias Dorfkapelle Goppertsweiler, die mit zahlreichen „Mexico – olé“ begrüßt wurden. Überwiegend war an dem Abend allerdings der Narrenruf „Hola-Gi!“ zu hören.

Der 40. Hexengeburtstag bezieht sich auf die Neugründung im Jahr 1979. Denn da haben sich die Neukircher Hexen wieder neu aufgestellt. Erste Ansätze hat es schon seit 1954 gegeben. Nach einer Zeit ohne Hexen haben Elsa und Werner Hotz die Narrengruppe 1979 wiederbelebt. Inzwischen mit bunten Farben und handgeschnitzten Holzmasken, sind sie die größte Neukircher Narrengruppe. Zum Holagi-Narrenverein gehören noch die „Muckefuck“ und die „Schorrenweible“, die unter Initiative von Ehrenpräsident Reinhold Hasel 1994 in dem neuen Narrenverein Holagi-Neukirch zusammengefasst wurden.

Hexenmeister Erwin Butscher bilanzierte eine beachtliche Entwicklung: „ Mit 15 Hexen ging es im Jahr 1979 los – inzwischen sind wir 153 – und besonders freut uns, dass acht Hexen der ersten Stunde noch mit dabei sind.“

Genug mit der Narretei im Amt

Neukirchs Bürgermeister Reinhold Schnell reimte in seinem Grußwort über Geschichtliches der Neukircher Hexen und betonte die positive Rolle der Narren für die Dorfgemeinschaft. Die Narren ihrerseits dankten ihrem Schultes für „genügend Narretei im Amt“, für Verständnis und Unterstützung der Gemeinde.

Außerdem gab es noch Dankesworte und Ehrungen. Die Abzeichen überreichten Erwin Butscher und sein Vize Matthias Butscher für viele langjährige Hexen und Helfer. Auf der Bühne war den Abend über auch einiges an Programm zu sehen. Darunter die viel beklatschten Auftritten der Mini-Prinzengarde und der Juniorgarde unter Leitung von Manuela Baur. Nicht fehlen durften die Reden des Prinzenpaares Klaus II. und Gerlinde sowie des Juniorprinzen Linus und der Juniorprinzessin Chiara.

Außer einem reichhaltigen Geburtstagsbuffet samt Nachtisch und freien Getränken wurde zur Feier noch weitere Unterhaltung geboten. So hatten auch die „Muckefuck“, die „Schorrenweible“, das „Chaosorchester“ und die „Männergarde“ Auftritte.

Als Moderator führte Holagi-Vize-Zunftmeister Ralf Stärk durchs Programm, das mit Tanz und Barbetrieb bis in die Morgenstunden ging. Das 40-Jährige war so ein willkommener Anlass für die erste Fasnetsfeier der Saison in „Nuikil“, wie Neukirch in der Fasnet umgetauft wird.

Hexenmeister Butscher resümierte im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung begeistert das Engagement, die vielen Teilnehmer und die Stimmung beim Geburtstagsfest.

Er blickte auf zahlreiche noch kommende Auftritte. Butscher, selbst schon Jahrzehnte im Amt, gab der Hoffnung Ausdruck: „Der Elan zum Feiern und Helfen möge bis Aschermittwoch erhalten bleiben.“

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