Ministranten zelten im Argental

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Um den improvisierten Pool haben sich die meisten der Teilnehmer und Betreuer rundum freundlich fürs Gruppenbild aufgestellt.
Um den improvisierten Pool haben sich die meisten der Teilnehmer und Betreuer rundum freundlich fürs Gruppenbild aufgestellt. (Foto: oej)
Olaf E. Jahnke

Gerüchten zufolge sollen die seit 20 Jahren veranstalteten sommerlichen Ministrantenzeltlager der Seelsorgeeinheit Argental schon manchen Ministranten zum Mitmachen bewegt haben. Das mag an den tollen Programmen liegen, an der guten Stimmung – und sicher auch an dem Engagement aller Beteiligten. Von Donnerstag bis Sonntag gab es in dem Minizeltlager Workshops, Spiele und viele andere Programmpunkte.

Seit 20 Jahren mit dabei ist Josef Nuber – gleichzeitig auch Gastgeber der diesjährigen Veranstaltung auf dem Dambachhof. „1999 habe ich die Organisation vom damaligen Ideengeber Markus Schönfeld ‚geerbt’ – der ist zum Theologiestudium“, sagt Nuber. Da sei der Dambachhof schon einmal „Minilager-Location“ gewesen. Ansonsten waren die Orte rund um den Gemeindeverbund verteilt. Seit damals organisiere er im Hintergrund und beratend mit. Von den einzelnen Camps zeugen viele Zeltlagerfahnen aus den vergangenen Jahren, die in der Scheune aufgehängt wurden. Campleiter war 2018 Matthias Wicker, er wurde unterstützt vom Leitungsteam Anja Müller, Sabrina Broger, Verena Nuber und Anja Müller. Insgesamt haben im Laufe der Jahre 228 Betreuer die Minilager betreut. In diesem Jahr wurden die 105 Teilnehmer von 35 Jugendlichen oder jungen Erwachsene betreut. Zum Tagesablauf gehört nach dem ausgiebigen Frühstück eine Tagesinfo und ein Morgenimpuls, Mittag- und Abendessen sowie zwischendurch Betreuertreffen. Am Sonntag gab es einen Abschlussgottesdienst.

Besonderheiten waren neben dem 20-jährigen Bestehen eine Riesenwasserrutsche und ein großer Pool – mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr und des Bergpracht-Milchwerks gefüllt und temperiert.

Die Nachtwanderung am Donnerstag ist in diesem Jahr wohl zur Nachtschnitzeljagd mit Gruseleffekten geworden. „War schon schön schaurig“, kommentierte eine Ministrantin. Am Freitag fanden verschiedene Workshops statt – vom Stockbrot backen bis zum Instrumente basteln. Abends wurde gegrillt und gesungen.

Am Samstag folgte nach den Workshops die große Lagerolympiade. Die Teilnehmer rangen in 31 Disziplinen um die Medaillen. Die Disziplinen umfassten Schätz- und Treff-Aufgaben, Geschicklichkeits- und Beweglichkeitsaufgaben bis hin zu bekannten Spielen wie Eierbalancieren, Kirschkernweitspucken oder Bobbycarrennen. Siegerteam war die fünfköpfige Jungen- und Mädchengruppe „Heppa“. Doch damit war es am Samstag noch nicht genug, denn am Abend folgte noch die große „Wetten dass?-Jubiläumsshow“ mit vielen originellen Herausforderungen einschließlich Saalwette. So fanden 18 Personen in einen VW Golf Platz. Die Wettköniginnen kamen aber aus dem Mädchenzelt. 18 jungen Damen gelang es in weniger als vier Minuten, sich in das Auto zu quetschen.

Josef Nuber hatte es bei der Saalwette immerhin geschafft, 20 statt der geforderten 30 ehemaligen Betreuer auf den Dambachhof zu locken. Am Sonntag stand dann eher die Entspannung, Workshops und Wasser-Aktionen auf dem Programm bevor es nach der Abschlussandacht ans Aufräumen ging. Vermutlich werden nach diesem fulminanten Minilager im nächsten Jahr noch mehr Ministrantenanwärter bei der Seelsorgeeinheit Argental zu erwarten sein.

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