Kita bekommt eine Kleingruppe mehr

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 Geplante Ansicht des neuen Kindergartens in Neukirch.
Geplante Ansicht des neuen Kindergartens in Neukirch. (Foto: planBAR)
Olaf E. Jahnke

Hauptamtsleiter Rüdiger Frank hat in das Thema Erhebungsplanung und Beiträge für Kindergarten und Krippe am Montag im Gemeinderat eingeführt. Er wies darauf hin, dass man in Neukirch zehn unterschiedliche Modelle anbiete. Außerdem sei man mit 21 mitarbeitenden Personen, die insgesamt rund 13 Vollzeitstellen ergeben, eigentlich gut aufgestellt. Im Kindergarten betreue man gerade 103 Kinder, in der Kinderkrippe 15 Kinder. So sei man mit dem mit dem Mindestpersonalschlüssel derzeit in Einklang. Man müsse jedoch damit rechnen, dass bei mindestens zwei Prozent Wachstum derzeit nur noch vier Reserveplätze übrigblieben.

Kita-Leiterin Christel Ulmer-Walz resümierte, die aufwändige und mit zahlreichen Schreiben verbundene Erhebung des künftigen Mindestbedarfes sei nötig, um Wartelisten oder Zurückstellungen zu vermeiden. Sie versicherte: „Ende April sind alle Daten und Anmeldungsnamen da.“ Der Bescheid an die Eltern ergehe ungefähr acht Wochen vor Beginn im Herbst. Ulmer-Walz versprach: „Wir wollen ermöglichen, dass ab Ende Juli die verbindlichen Zusagen an die Eltern gehen.“ Rückmeldungen sowie An- und Abmeldungen seien dafür aber notwendig und die Eltern sind gebeten das zu tun.

Die Kita-Chefin wies außerdem darauf hin, dass man ab Februar eine weitere Kleingruppe mit zwölf Kindern einrichten müsse. Als wenig beliebte Variante wäre noch an eine Warteliste zu denken, die aber vermutlich nicht besonders gut ankäme. Bei bislang 128 Kindern im nächsten Jahr könnte die Gruppe auch länger benötigt werden. Ulmer-Walz wies auf die Notwendigkeit rechtzeitiger Personalausschreibung hin.

Wie Bürgermeister Reinhold Schnell bestätigte, werde man die Gebührenfestlegung weiterhin im Jahresrhythmus vollziehen – und sich an die Rahmenbedingungen im Sinne der kommunalen Spitzenverbände halten. Insgesamt werde die Gemeinde, so rechnete Hauptamtsleiter Frank vor, Gesamtausgaben von 740 000 Euro haben. Vorgesehen sei, dass die Mindestbeiträge der Eltern um 20 Prozent liegen sollten. Rund 70 Prozent der Kosten für Ü3-Kinder würden vom Land getragen, so dass noch etwa 200 000 Euro von der Gemeinde zu finanzieren seien.

In der anschließenden Diskussion im Rat tauchte einmal mehr die Frage der Sozialstaffelung für den Krippenbereich auf. Adrian Strauß (CDU) fragte nach den Kosten der „Wahnsinnssozialstaffelung“, die ohnehin zu niedrig angesetzt seien. Die könnten 11 000 Euro zusätzlich betragen, war die Antwort der Verwaltung. Bisher gebe es die Härtefallregelung aber noch keine Sozialstaffelung für den Krippenbereich, erläuterte Frank. Auch CDU-Rat Martin Fluck fand höhere Beiträge jedenfalls im Krippenbereich gerechtfertigt, während sein Fraktionskollege Walter Gauss das „Verursacherprinzip“ bemühte. Man habe aber eine Anhörung des Elternbeirates vor. Bürgermeister Reinhold Schnell wies in diesem Zusammenhang auf eine Initiative der SPD-Landtagsfraktion hin. Die versuche auf dem Klagewege für Baden-Württemberg zu erreichen, dass die Kita-Gebühren künftig ganz wegfallen sollten. Beate Gauggel (FW) war dafür, der Empfehlung der Spitzenverbände für Baden-Württemberg zu folgen, und ihr Fraktionskollege Ralf Stärk sprach sich ebenfalls für die empfohlen drei Prozent Erhöhung aus.

Dem Beschlussvorschlag für eine Gebührenerhöhung von drei Prozent laut Gebührentabelle sowie der Einrichtung einer Kleingruppe von zwölf bis 15 Kindern erfolgte einstimmig. Bürgermeister Schnell wies noch darauf hin, dass eine Sozial-Staffelung im Krippenbereich dann im nächsten Jahr kommen könnte.

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