Internationaler Besuch an der Grundschule

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 Bester Stimmung zeigen sich Besucher und Gastgeber der Trinationlen Bildungswoche samt einiger Grundschüler beim Gruppenfoto in
Bester Stimmung zeigen sich Besucher und Gastgeber der Trinationlen Bildungswoche samt einiger Grundschüler beim Gruppenfoto in Neukirchs Grundschulfoyer. (Foto: Olaf E. Jahnke)
Olaf E. Jahnke

Die Seminarwoche für die Pädagogik-Studenten ist anspruchsvoll geplant gewesen, passend zum Titel: „Bildungsräume in der Bodensee-Region: inspirierendes Zusammenspiel von Pädagogik und Architektur in Deutschland, Österreich und der Schweiz.“ Seit Montag war die internationale Gruppe mit 28 Studierenden und Professoren unterwegs von Hard, über Dornbirn, Bregenz, Neukirch und Grünkraut, bis nach St. Leonhard und Mariaberg in der Schweiz.

Zusammengeschlossen haben sich die Pädagogischen Hochschulen (PH) Vorarlberg, Weingarten und St. Gallen zu diesem multinationalen Seminarprogramm, das im vorarlbergischen Hard begann und mit einer Präsentation der Arbeitsergebnisse dort am Freitag seinen Abschluss gefunden hat. Soweit es die Studenten betrifft, war vor Ort in der Neukircher Grundschule durchaus Begeisterung und Enthusiasmus zu spüren. So resümierte Student Lukas Scheffknecht, der an der PH Vorarlberg studiert: „Toll die Erfahrung mit einem Klassenrat in der Klasse 1, Demokratieverständnis von klein auf.“ Gela Burkhart studiert an der PH Weingarten. Sie fand den Unterricht inhaltlich besonders spannend: „Spontane Unterrichtselemente, begeisternd, da hat jemand Froschlaich mitgebracht – und gleich ist der Lebenszyklus Thema gewesen.“ Xenia Hagmann kommt aus St. Gallen. Faszinierend findet sie die unterschiedlichen Herangehensweisen und Lehrmethoden: „Alles ganz anders, und die ‚Giraffensprache’ nehme ich als Tipp jedenfalls mit.“

Organisatorin Sandra Langer von der PH Weingarten bescheinigte der Grundschule Neukirch im Pressegespräch, sie sei ein gelungenes Beispiel, wie mit traditionellem Schulkonzept ein inspirierendes und zukunftsorientiertes Unterrichten realisiert werden könne. Die Praxiserfahrungen an den unterschiedlichen Schulorten der „Trinationalen Bildungswoche“, die vielfältigen erlebten Schul-Facetten, seien für die Studierenden aus Österreich, der Schweiz und Deutschland, aber auch für die Lehrenden auf internationaler Ebene überaus inspirierend – und in der Bodenseeregion auch umsetzbar naheliegend. Ähnlich sieht das auch Neukirchs Schulleiterin Simone Fuoß-Bühler, die betonte: „Ein wunderbares Seminar, ein Highlight als Vorbereitung auf den pädagogischen Beruf, möglichst viele Eindrücke von Schulen und Unterricht sammeln zu dürfen.“ Die Schulleiterin blieb selbstbewusst, auch bei der Frage nach der internationalen Dimension: „Wir haben als kleine, lebendige Schule im ländlichen Raum mit einem sehr engagierten Kollegium viele wertvolle Eindrücke anzubieten. So sind wir als Kooperationspartner der Pädagogischen Hochschule Weingarten sehr gerne dabei, wenn die Masterstudierenden schauen, lernen und Fragen stellen.“

Dazu war einen Vormittag lang Gelegenheit, die die Studierenden und Professoren gerne nutzten – und auch die Kinder schienen angetan vom international-pädagogischen Besuch.

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