Gorilla-Club Russenried feiert sein 40-Jähriges mit Nachtumzug und Urwaldparty

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Olaf E. Jahnke

Zum großen Nachtumzug, dem ersten in der Gegend, mit anschließender Dschungelparty, haben die Fasnetsgorillas aus Russenried am Samstag 39 Zünfte und Musikgruppen eingeladen. Anlass der Feierlichkeiten: die schwarzen Gorillas mit Anmutung an Wald, Ruß und Kohle gibt es seit 1980 – also genau 40 Jahre.

Das würdigten zahlreiche befreundete Zünfte auf dem Zunftmeisterempfang. Dort trat zwar Zunftmeister Stefan „Stiefel“ Fischer praktisch haarlos auf – dafür gab es reichlich Haarwuchs durch ein Gorilla-Kompletthäs für Bürgermeister Reinhold Schnell. „Wir schätzen das Engagement unserer Mitglieder“, sagte der „rasierte“ Zunftmeister, „immerhin sind vier aktive Gründungsmitglieder nach 40 Jahren noch mit dabei.“

Man sei seit Gründung von zwölf auf 83 aktive Mitglieder plus 25 Junggorillas gewachsen. Besonders gefreut habe sich die Zunft auch über die engagierte Teilnahme vieler Zünfte aus Tettnang und Umland, die zur Feier des 40-Jährigen ein gorillaschwarzes „Kohlebier“ gebraut haben. Obergorilla Stefan Fischer freute sich sichtlich über den Tanz der Junggorilla, der unter dem Motto „Der Gorilla mit der Sonnenbrille“ stand.

Legendäres Motorrad kommt nicht zum Einsatz

Gorillas im Dunkeln sind zwar nicht leicht zu erkennen – aber dafür gab es beim Umzug durch Neukirch genügend Beleuchtung und närrische Lichteffekte der Zünfte. Nicht nur die Narren selbst, sondern auch die Zuschauer freuten sich über moderate und weitgehend trockene Wetterbedingungen.

Angeführt von dem Neukircher Fasnetsorchester kamen schließlich die Gorilla-Geburtstagskinder gleich am Anfang des Umzuges. Und auch den Schluss gestalteten die Gorillas – mit Gorilla auf Gorillaschulter. Verzichten mussten die Zuschauer allerdings wegen der Dunkelheit auf das legendäre Baumstamm-Motorrad.

Allerdings hätten sich die Veranstalter durchaus noch mehr Geburtstagsgäste auf der Straße vorstellen können. Umzugsmoderator und Maskenschnitzer Jogi Weiß wünschte sich gelegentlich einen „schnelleren Schnell“ und freute sich über Konfettiduschen und Aktionen der Teilnehmer. Die Urwaldparty in der Mehrzweckhalle war hingegen mit Partyvolk und Hästrägern affenmäßig gut gefüllt. Passende Sounds kamen von DJ Jules und verschiedener Lumpenkapellen. Dass dabei auch noch bis zum Morgen immer wieder „Gorilla hier, Gorilla da – Uaaaaaah!“ erschallte, versteht sich von selbst.

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