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 Stolz präsentieren die Neukircher Ferienbetreuungskinder mit Betreuerin Jennifer Fritschle (rechts) ihre upgecycelten Kleider u
Stolz präsentieren die Neukircher Ferienbetreuungskinder mit Betreuerin Jennifer Fritschle (rechts) ihre upgecycelten Kleider und Taschen. (Foto: Olaf E. Jahnke)
Olaf E. Jahnke

Die letzte Ferienwoche ist bei der Neukircher Ferienbetreuung unter dem Motto „Upcycling“ gestanden. Dabei ging es um die Idee, aus alten Gegenständen, Kleidern oder Verpackungen kreativ Neues entstehen zu lassen – Also aus Dingen, die man ansonsten wegwerfen würde, etwas Aufgewertetes zu schaffen. Denn „Upycling“ ist die Kombination aus „Upgrading“ und „Recycling“. Neun Neukircher Kinder nahmen an der Aktion teil.

Sie erfuhren zunächst, wie die Wiederverwertung von Abfallprodukten funktioniert – und auch etwas über die Reduzierung der Rohstoffverwendung. Von den Vorschlägen ihrer Betreuerin Jennifer Fritschle setzten die Kinder dann einige auch direkt um. Am Montag ging es um die ideenreiche Umgestaltung alter Plastikflaschen, am Dienstag wurden aus Spezialverpackungen für Kaffee oder Süßigkeiten kleine Geldbeutel oder Täschchen genäht – samt Innenfutter. „Toll, wenn so etwas wie eine Tasche oder ein Geldbeutel aus Verpackungsmüll entsteht“, meinte Ferienkind Luzie dazu.

Am Mittwoch schließlich – ein Highlight der Woche – beschäftigten sich die Kinder mit dem Aufwerten alter Kleider oder Taschen. Auf die Frage, wie sie das Upcyceln denn so finde, antwortete die kleine Amelie: „Einfach schön!“ Mario fertigte gleich drei neue Stücke – eine Tasche und zwei T-Shirts. Baumwolltaschen zum Einkaufen bekamen ein neues Design, alte T-Shirts wurden stylisch mit Farben, Glitzer oder Filzbällchen „gepimpt“. Und auch eine Kombination aus kurzer Hose und Shirt wurde modisch aufgewertet. Die Kinder waren mit den Ergebnissen hochzufrieden.

Pflanzentöpfe aus Tetrapacks

Kreativ zeigten sich die kleinen Upcycler nicht nur bei der Farbauswahl, sondern auch bei den Botschaften, denn besonders bei den Taschen kamen verschiedene Umweltschutzmotive gut an. Vor allem Bäume standen hoch im Kurs. Weiter ging es am nächsten Tag mit der Wiederverwendung alter Konservendosen als „strahlende Laternen“ und zum Abschluss der Woche funktionierten die Kinder Tetrapacks zu Pflanzentöpfen um. So wurden die eher unspektakulären Milch- oder Saftverpackungen zur Grundlage eines kleinen Kräutergartens.

Ob sie im nächsten Jahr wieder Zeit für eine Ferienbetreuung mit mehreren Wochenveranstaltungen hat, konnte Jennifer Fritschle noch nicht sagen. Es habe ihr aber viel Spaß gemacht, ebenso wie den Kindern, bestätigte sie gegenüber der „Schwäbischen Zeitung“. Eine Wiederholung hänge von der Machbarkeit ab. Fritschle studiert an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten. Ferien gibt es für sie in diesem Sommer eher nicht, denn sie ist gerade dabei, ihre Bachelor-Arbeit fertig zu stellen. Und mit dem Masterabschluss gehe es gleich weiter.

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