Zum runden Geburtstag zwei begeisternde Konzerte

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Sonja Niederer

Zu wahren Begeisterungsausbrüchen brachte der Stetter Kinder- und Jugendchor die Gäste in der Mehrzweckhalle bei seinen beiden Konzerten am Freitag- und am Samstagabend, mit dem das zehnjährige Bestehen gefeiert wurde.

Unter Leitung ihrer engagierten und temperamentvollen Dirigentin Anni Rueß ließen die Mädchen und Jungen das letzte Jahrzehnt gesanglich Revue passieren. Dazu hatten sie sich so richtig in Schale geworfen und traten im ersten Teil als lauter kleine Damen und Gentlemen auf und im zweiten Teil, als Hommage an ihr geliebtes Dorfleben, in Dirndl und Lederhosen. Auch die Liedauswahl war darauf passend abgestimmt. Bestens instrumental begleitet wurden sie dabei von Dominik Bergmann am Schlagzeug, Marcus McLaren am Klavier, Herbert Blank an der Gitarre und mit der Tuba von Andreas Maier.

Vor zehn Jahren sei der Kinderchor vom Gesangverein Stetten aus einer Idee heraus ins Leben gerufen worden, sagte Alexandra Schlegel in ihrer Begrüßung. Mittlerweile könnten diejenigen, die als erstes dabei waren und immer noch sind, schon mit dem Auto zur Probe fahren. Im Laufe der Jahre seien immer mehr Kinder dazu gestoßen, so Schlegel. Rund 30 junge Sängerinnen und Sänger gehören derzeit dem Kinder- und Jugendchor an. Sie bedankte sich bei Anni Rueß, die den Chor von Anfang an geleitet hat. „Aus einer Idee heraus ist dank dir eine Erfolgsgeschichte geworden, du bist einfach der Wahnsinn.“

Lieder aus Filmen

Mit einigen Liedern aus bekannten Filmen, wie „Ich bin jetzt frei“ aus der Eiskönigin oder aus den Geschichten von Astrid Lindgren mit „Ida`s Sommerlied“ oder „Michel war ein Lausejunge“, verstanden es die jungen Sängerinnen und Sänger, das Publikum von Anfang an zu begeistern. Mutig bewährten sich einige davon als Solisten, was sie wirklich gut gemacht haben. Über den Klassiker „Die süßesten Früchte“ von Peter Alexander ging`s hinein in die Geschichten um Mary Poppins, bei denen vorab Alexandra Schlegel und Fabian Schalle ein kleines Schauspiel als die verzweifelt ein Kindermädchen suchenden Eltern der Kinder Jane und Michael zeigten.

Selbstverständlich durfte im Anschluss dabei auch der Zungenbrecher „Supercalifragilisticexpialigetisch“, gesungen vom Chor, nicht fehlen. Mit dem Helene Fischer Song „Flieger“, bei dem sich Anni Rueß und ihre Tochter Luisa als Solistinnen präsentierten endete stimmungsvoll der ersten Teil des Konzertes. Bei einem fetzigen Tanz wurde auf die folgenden Lieder aus dem Musical „Bibi und Tina“, welches der Chor vor zwei Jahren aufgeführt hat, eingestimmt.

Mit einem selbstgedrehten Film, welcher die Chormitglieder als Bauern und Holzarbeiter zeigte, begann ihre gesangliche Hommage an die Heimat und im speziellen an ihr Dorfleben. Da wurde bei „D`Bäure hot ihr Katz verlora“, „Schwobaland“ und „Alb, Alb o scheana Alb“ so richtig schwäbische Mundart gesungen. Sehr bemerkenswert und eine tolle Leistung von allen war auch, dass sämtliche Lieder durchweg auswendig gesungen wurden. Bei „I ben a Dorfkend“ gesellten sich dann noch, rustikal passend gekleidet als Landwirte, singende Väter mit auf die Bühne. Und ganz am Schluss kamen auch noch die Mütter dazu und gemeinsam wurde die sehr emotionale Zugabe „We are the world“, gesungen. Das Publikum war hin und weg und spendete stehend frenetischen Beifall.

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