Vokalensemble „Camerata Serena“ konzertiert im Augustinum

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Die Sänger der „Camerata Serena“ unter der Leitung von Nikolaus Henseler.
(Foto: Archiv)
Schwäbische Zeitung

Das Vokalensemble „Camerata Serena“ führt die Reihe von Konzerten mit kleiner, erlesener Besetzung weiter fort. Unter der Leitung von Nikolaus Henseler ist der Friedrichshafener Chor am Sonntag, 28. Juni zu Gast in Meersburg im Augustinum.

Tags zuvor ist der Chor erstmals zu Gast im Tettnanger Rittersaal: Am Samstag tritt die Camerata Serena um 18 Uhr mit einem sommerlich-weltlichen, heiteren Programm auf. Neben romantischen Chorwerken von Johannes Brahms, Friedrich Silcher, Josef Rheinberger und Max Reger wird Dirigent Nikolaus Henseler zudem solistisch am Flügel zu hören sein. Das teilt der Chor in einer Pressemeldung mit.

„Nach unseren geistlichen Programmen seit vergangenem November ist dieses frische weltliche Konzert eine bereichernde Abwechslung – für uns Ausführende, aber auch für die Zuhörer“, so Henseler. Außerdem steigere das Singen in kleiner Besetzung das Niveau weiter; diesmal tritt die Camerata Serena mit 14 Sängern auf, Frauen- und Männerstimmen sind wie üblich gleich stark besetzt. „Wir finden es ungemein wertvoll, diese Reihe von Konzerten mit kleiner Besetzung fortzuführen, wie wir sie zuletzt mit unseren Weihnachtskonzerten oder dem Stabat Mater von Scarlatti präsentiert haben, da diese kleinen Schätze der Chormusik von absolut gleichem Rang sind wie die fantastischen großen Oratorien.“

Das Programm wird mit der Fantasie a-Moll BWV 922 für Klavier von J.S. Bach eröffnet, einem Werk, das selbst für Bach außergewöhnlich ist in seiner Vielfalt und Harmonik. Max Reger wirkt danach nicht mehr weit entfernt, obwohl die beiden Komponisten 200 Jahre trennen. So schließen sich die bekannten Lieder „Es waren zwei Königskinder“ und „Mädchen mit den blauen Augen“ an.

Danach erklingen zwei Klassiker der deutschen Volkslied-Literatur: „Die Loreley“ und „In einem kühlen Grunde“ des Tübinger Komponisten Friedrich Silcher. Obwohl diese Volkslieder in eingängigen Melodien und Harmonien gesetzt sind, wohnt ihnen doch eine ganz eigene subtile Tragik inne, die Nikolaus Henseler mit einem Klavierwerk von Robert Schumann aufnimmt, dem Ersten der „Gesänge der Frühe“, op. 133.

Im Anschluss bilden der „Nachtgesang“ von J. Rheinberger, sowie die Sätze „In stiller Nacht“ und „Waldesnacht“ von Johannes Brahms einen tiefgründigen, der Nacht gewidmeten Zusammenhang. „Nach dieser Folge von Nacht-Werken mit rundem Schönklang lohnt sich ein Ausbruch, damit der Abend nicht eintönig wird“, so Henseler. Diesen Ausbruch vollzieht er mit fünf der „12 Notations pour piano“ von Pierre Boulez, dem wohl angesehensten lebenden Komponisten. „Danach ist das Ohr sicherlich erfrischt und vorbereitet für die sechs Volkslieder von Max Reger, mit denen wir das Konzert beschließen.“

Das Konzert findet statt am Sonntag, 28. Juni, um 19.30 Uhr im Augustinum in Meersburg. Der Eintritt ist frei.

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