Das Gericht in Konstanz verurteilt räuberische Schläger aus Uhldingen-Mühlhofen zu mehrjährigen Haftstrafen.
Das Gericht in Konstanz verurteilt räuberische Schläger aus Uhldingen-Mühlhofen zu mehrjährigen Haftstrafen. (Foto: dpa)

Vor fast einem Jahr wurde ein 20-jähriger Schüler in Uhldingen von zwei Männern im Alter von 27 und 28 Jahren misshandelt und beraubt. Als Täter hat das Amtsgericht Konstanz jetzt zwei Männer aus Uhldingen-Mühlhofen zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Über den Älteren verhängte das Gericht zwei Jahre und drei Monate, der Jüngere soll für zwei Jahre ins Gefängnis. Bewährung gab es keine. Beide sind vielfach vorbestraft und haben auch bereits Haftstrafen verbüßt.

An jenem Vormittag im September 2017 hatte sich der Schüler mit dem jüngeren Angeklagten an einem Spielplatz in Uhldingen verabredet. Für ihn endete dieses Treffen im Krankenwagen. Der 27-Jährige behauptete vor Gericht, bei der Verabredung sei es um den Verkauf eines Spiels für die Playstation des 20-Jährigen gegangen. Der 28-Jährige habe ihn dabei begleitet.

Dann habe es aber Zoff gegeben, weil dieser dem Schüler erst kurz zuvor die Freundin ausgespannt hatte. Der 28-Jährige behauptete, der Schüler sei „sofort ausgerastet“ als er ihn gesehen habe. Er habe herumgeschrien und sei immer näher auf ihn zugegangen. Deshalb habe er ihm einen Kopfstoß versetzt. Für den Faustschlag, von dem der Schüler bei der Polizei berichtet hatte, sei er nicht verantwortlich: „Ich habe keine Faust gegeben“. Auch der jüngere Angeklagte stritt das zunächst ab.

Letztendlich stand für das Gericht ach der Beweisaufnahme aber fest, dass er für den Faustschlag verantwortlich war. Danach hätten beide das Tatopfer aufgefordert, die Geldbörse mit 35 Euro, eine Schachtel Zigaretten, ein Feuerzeug und sein neues Handy herauszurücken. Der 27-Jährige gab zu, das Handy dann auf dem Boden zerschmettert zu haben. Im Verlauf des Prozesses versprach er, den Schaden wieder gut zu machen. Entschuldigt hat sich keiner der beiden Angeklagten bei dem Schüler, der eine Schädel- und Nasenbeinprellung erlitten hatte.

Vor Gericht wirkte er verunsichert. Aus seinen Angaben war zu erahnen, dass das Treffen damals nicht stattfand um ein Spiel zu verkaufen, sondern Drogen. Letztendlich spielte das aber für die jetzige Verhandlung keine Rolle. Beide Angeklagte sind vielfach vorbestraft, auch wegen Gewalttaten und Drogendelikten. Sie saßen bereits mehr als einmal im Gefängnis. Der 27-Jährige, der sich vor Gericht sehr ungehalten gab, muss in zwei Wochen erst einmal den Rest einer alten Haftstrafe antreten, weil eine Bewährung widerrufen wurde. Damit könnte der sich der Gefängnisaufenthalt nach Rechtskraft dieses Urteils auch für ihn noch weit über die jetzt verhängten zwei Jahre hinweg ausdehnen.

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