Tania Heber räumt ab

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Schwäbische Zeitung

Tania Heber ist aus dem spanischen Andalusien mit acht Medaillen zurückgekehrt. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt die Schützin, fast ein bisschen stolz. Für sie war die Meisterschaft in Südspanien die bisher erfolgreichste. „Ich stehe natürlich immer unter Druck“, sagt sie. Denn viele würden von ihr genau diesen Erfolg erwarten. „Doch den größten Druck mache sie sich immer selbst. „Ich will gewinnen“, sagt sie.

Das hat sie geschafft. Insgesamt startete Heber mal im Einzel, mal im Team in vier Kategorien. Bereits am ersten Tag heimste sich Heber die erste Goldmedaille ein. Mit zwei Mannschaftskollegen gemeinsam erreichte sie im Teamwettbewerb mit offener Visierung, also mit einer Schusswaffe, die keine optischen Elemente besitzt, den ersten Platz – und das obwohl 38 Grad Celsius im Schatten waren und sie mit ihrer Schießjacke und ihren festen Schießschuhe sehr warm gekleidet war. „Mir macht die Hitze nichts aus“, sagt Heber. Für sie seien die hohen Temperaturen angenehm gewesen. „Ich gehöre zu denen, die im August schon die Heizung aufdrehen“, sagt sie und lacht. Ein wenig geschwitzt habe sie aber trotzdem. „Das war aber eher der Angstschweiß.“

Wettkampf in der Hitze

Diese Vorliebe kam Heber am zweiten Tag unter der andalusischen Sonne zugute. Bei glühender Hitze musste sie gleich morgens auf 100 Meter mit Ringkorn ran. Eine Herausforderung für die Schützin: Durch die Hitze war die Luft sehr diesig. „Es gab keine klare Sicht“, sagt Heber. Doch Heber und ihr Team landeten erneut auf Platz eins, lediglich auf im Einzel überließ sie einem Mannschaftskollegen den Vortritt auf den ersten Platz und landetet auf den Zweiten. In der Mittagshitze holte Heber dann die dritte Goldmedaille. Goldmedaille vier und fünf erreichte Heber in der Damendisziplin. In den andere Kategorien schießt Heber immer bei den Männern mit. „Die Herren sind das bereits gewöhnt“, sagt Heber. Sie fänden es klasse sie zum Gegner zu haben – auch wegen ihrer hohen Kompetenz.

Beim letzten Wettbewerb, 300 Meter, musste Heber über ein Tal herüber schießen. „Darin sind normalerweise die Schweizer echte Spezialisten“, sagt Heber. Doch durch die Hitze wurde der Wettbewerb für alle zur Herausforderung. Durch die Hitze hatten alle Schützen sehr stark mit Mirage zu kämpfen. „Das war wie bei einer Fatamorgana“, sagt Heber.. Doch auch hier überzeugte das deutsche Trio und gewann eine Silbermedallie, Heber holte zusätzlich noch einmal Silber im Einzel. Dann ging es wieder zurück nach Daisendorf für die Mannschaft.

Für Tania Heber geht das Training nun weiter. Im Oktober steht für sie der Deutschland Cup an. Der Abschluss der Saison wird dann in Südtirol sein. „Dann gibt es nur noch kleinere Wettbewerbe, wie Kreismeisterschaften“, sagt Heber.

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