Schmidt kandidiert in Meersburg

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Schmidt kandidiert in Meersburg
Schmidt kandidiert in Meersburg (Foto: Pr)
Schwäbische Zeitung

Alexander Schmidt aus Stockach bewirbt sich für das Amt des Bürgermeisters in Meersburg. Einen Tag vor Heiligabend gab der 48-Jährige seine Unterlagen im Rathaus ab. Damit habe dort wohl niemand gerechnet. „Im Rathaus waren sie sehr überrascht, als ich meine Bewerbung eingereicht habe, alle waren so kurz vor den Feiertagen schon sehr in Aufbruchstimmung“, sagt Schmidt und lacht.

Alexander Schmidt wurde in Meersburg geboren, lebte dort aber nur die ersten acht Jahre seine Lebens. Danach zog er mit seinen Eltern in den Raum Stuttgart. Seit einiger Zeit wohnt er mit seiner Partnerin in Stockach, mit ihr hat er drei Kinder. Von denen lebt noch eines bei dem Paar. Schmidt ist ausgebildeter Maschinenbautechniker und Technischer Betriebswirt. Derzeit ist er als Vertriebsleiter im Maschinenbau und als Stadtrat in Stockach tätig. Einige Jahre besuchte er Fachhochschulen für öffentliche Verwaltung in Kehl und Ludwigsburg, an denen er die Laufbahnbefähigung für den gehobenen Verwaltungsdienst erwarb. „Ich habe diese Fortbildungen gemacht, weil mir schon lange klar war, dass ich Bürgermeister werden möchte.“

Inspiriert von Sabine Becker

Schon lange habe er überlegt, in Meersburg zu kandidieren. Vor allem die Arbeit von Sabine Becker, die bevor sie in Überlingen Oberbürgermeisterin wurde, das Amt der Bürgermeisterin in Meersburg inne hatte, habe ihn inspiriert. Seitdem habe er mit dem Amt geliebäugelt.

Sein Spruch für die anstehende Wahl ist „Meersburg kann mehr“. Schmidt ist davon überzeugt, dass die Stadt am Bodensee sehr viel Potenzial hat, das nur ausgeschöpft werden müsse. „Ich nehme eine gewisse Unzufriedenheit in der Stadt wahr“, sagt er. Von unterschiedlichen Seiten sei er angesprochen worden, ob er kandidieren wolle. Wer das konkret war, verrät er nicht. Anpacken möchte er unter anderem Themen wie die Verkehrspolitik, er möchte die Wirtschaft und den Tourismus stärken und und den Kindergarten- und Schulstandort ausbauen. Wichtig sei ihm auch, die Ortsteile Baitenhausen, Riedetsweiler und Schiggendorf zu stärken.

Er ist sich sicher, dass er der richtige Kandidat für Meersburg ist. „Für mich ist das die Stadt schlechthin“, sagt er. Er liebe die Stadt, die Ruhe und die Entspannung dort. Sein Lieblingsplatz sei „hinten bei den Windsurfern“. Als leidenschaftlicher Schwimmer möge er es besonders, dort bei 19 Grad Celsius am Abend seine Bahnen zu ziehen. Seine Chancen für die Wahl schätzt er positiv ein. „Ich würde sonst ja nicht antreten“, sagt er. „Aber letztendlich entscheiden die Wähler.“

Am Sonntag, 22. Januar, steht die Bürgermeisterwahl an. Neben Alexander Schmidt kandidiert auch Robert Scherer sowie der amtierende Bürgermeister Martin Brütsch. Die Bewerbungsfrist endet am Dienstag, 27. Dezember, um 18 Uhr.

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