Robert Scherer will Bürgermeister werden

Lesedauer: 4 Min

Robert Scherer ist in Meersburg aufgewachsen und möchte als Bürgermeister ein offenes Ohr für die Menschen dort haben.
Robert Scherer ist in Meersburg aufgewachsen und möchte als Bürgermeister ein offenes Ohr für die Menschen dort haben. (Foto: PR)
Schwäbische Zeitung

Robert Scherer kandidiert für das Amt des Bürgermeisters in Meersburg. Damit ist er der erste Bewerber, der gegen den amtierenden Bürgermeister Martin Brütsch bei der Wahl im Januar antritt. „Meersburg ist eine tolle Stadt, ich glaube, ich fühle mich stark zu ihr hingezogen und bin davon überzeugt, dass ich dort etwas bewegen kann“, sagt Scherer.

Der gebürtige Meersburger lebt mit seiner Frau, seiner Tochter und seinem Sohn in Uhldingen. Seit fast vier Jahren ist er Leiter des Bauamts von Uhldingen-Mühlhofen. Ihm ist Meersburg als Stadt vertraut: „.Ich mag die Stadt, kenne die Gegebenheiten und weiß, wir passen zueinander“.

Scherer möchte ein offenes Ohr für Bürger haben. Ihm liegt Förderung des ehrenamtlichen Engagements am Herzen. Außerdem will er sich für eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat und der Verwaltung einsetzen. Wie wichtig intensive Kommunikation und Solidarität sind, weiß der 49-Jährige eigenen Angaben zufolge aus eigener Erfahrung: Im Uhldinger Rathaus ist er Dienstvorgesetzter von 24 Mitarbeitern. „Ich setze auf Teamarbeit, Motivation zu Eigeninitiative und gegenseitiges Vertrauen, und das funktioniert hervorragend“, sagt er.

Dass er ursprünglich aus der freien Wirtschaft kommt, sieht Robert Scherer als Plus für die Aufgaben im Meersburger Rathaus. Als studierter Bauingenieur gründete er 1994 gemeinsam mit Partnern ein Ingenieurbüro für Bauwesen. „Das war eine tolle Zeit und das Büro läuft bis heute gut“, sagt er. Er ist sich sicher, mit seinen Jahren als Unternehmer könne er als Bürgermeister den Betrieben und Selbstständigen ein „Partner auf Augenhöhe“ sein. Auch für die Herausforderungen der kommenden Jahre sieht er seine Qualifikation und Erfahrung als Bauingenieur als Vorteil: „Stadtentwicklung, Parkhaus, Umgehung B 31 Planfall 7.5 – für diese Vorhaben kann ich auf meine jahrelangen planerischen Erfahrungen im eigenen Büro bauen wie auch auf Projekte als Bauamtsleiter.“

Durch das Studium mehr Wissen

Um den Aufgaben in der öffentlichen Verwaltung auch organisatorisch so gut wie möglich gerecht zu werden, entschloss er sich, neben seinem Beruf ein Master-Studium an der Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl zu absolvieren. Derzeit schreibt Robert Scherer an der „Thesis“ genannten Masterarbeit und wird im kommenden März sein Studium als „Master of Arts in Public Management“ abgeschlossen haben. „Viele wissen nicht, was dieser englischsprachige Abschluss eigentlich bedeutet, dasselbe wie der frühere Diplom-Verwaltungswirt (FH), also die bestmögliche fachliche Qualifikation für einen Bürgermeister“, sagt Scherer. Und dieser Abschluss sei auch ein Beweggrund als Bürgermeister zu kandidieren.

Für Scherer ist nicht nur sein Fachwissen von Bedeutung, auch die Gestaltungsfreude und gemeinsame Lösungen finden, sind dem 49-Jährigen wichtig. Dass er nur ein paar hundert Meter von Meersburg entfernt lebt, findet er ideal: „So kann ich verwirklichen, wie ich als Bürgermeister arbeiten will – mitten unter den Menschen“.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen